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Stettiner Landschaftsschutzpark

Stettiner Landschaftsschutzpark „Buchheide” wurde am 4. November 1981 gegründet. Die Buchheide ist eine Buchenwaldmasse am nordwestlichen Rand von Pommern, auf den hohen postglazialen Moränenhügel Wzgórza Bukowe. Die Wälder erstrecken sich süd-östlich von Szczecin, von den Ufern der Ostoder bis zum Madüsee.

Die höchste Erhebung dieser Gegend ist der Berg Bukowiec mit 148,8 m über dem Meeresspiegel. Die „schuppige” geologische Struktur führte zur Entstehung einiger interessanten hydrogeologischen Formen, wie: Quellen, Wasserläufe und Schwund der Bäche.

Eine Zierde der Landschaft sind die schlängelnden Bäche Rudzinka und Chojnówka. In Gebieten mit schwach durchlässigen Bodenschichten sind mit Wasser

oder Torf gefüllte Senken, meist ohne Abfluss, anzutreffen. Die größten von ihnen sind: der malerische See Glinna (75 ha, 16 m tief), Binowskie (52 ha, 9 m tief), Piasecznik (15 ha). Die Einzigartigkeit der Buchheide beruht vor allem auf einem ausgedehnten Gebiet von abwechslungsreichen Buchenwäldern, in denen seltene Tiere und Pflanzen vorkommen. Große Bereiche sind auch mit Auwäldern, Erlen-, Eichenwäldern und mit einem Mosaik der Nicht-Wald-Lebensräumen bedeckt.

Vielfältige Geländeformen der Buchheide mit verschiedenen Pflanzengesellschaften und -gemeinschaften sind Lebensräume unterschiedlicher Tierweltvertreter, darunter zahlreicher Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische und Insekten. Von den größeren Säugetieren uberwiegen hier Hirsche, Wildschweine und Rehe. Zu äußerst wertvollen Brutarten gehören Greifvögel: Seeadler, Schreiadler, Rotmilan, Rohrweihe.

Der Park verfügt über einen Schutzplan, das mit der Verordnung Nr. 113/2006 des Westpommerschen Woiwode vom 22. August 2006 verabschiedet wurde. Das Gebiet der Buchheide wurde in das Netz der Sonderschutzgebiete Natura 2000 unter der Bezeichnung PLH320020 Wzgórza Bukowe aufgenommen worden.

Smaragdsee

Im Waldpark Zdroje befindet sich der Smaragdsee. Er entstand auf dem Platz der ehemaligen Kreidegrube, die durch die 1862 von Toepffer und Grawitz gegründete Fabrik genutzt wurde. Ihr Zementwerk „Stern” förderte hier Kreide als Rohstoff. Weil die Steine leicht abspalteten, wurden sie manuell abgebaut und durch eine Grubenbahn mit einem Gleissystem abtransportiert. Der Weg führte nach unten, so ging der Transport leicht vor sich.  Das sickernde Unterwasser war laufend abgepumpt.

Allerdings wurde am 26. Juli 1925 die Grube überflutet und bildete einen See von 4,5 Hektar, 16-20 m tief. Angeblich befinden sich immer noch am Seeboden verschiedene Teile von Maschinen und Werkzeuge aus der Grube. Durch einen hohen Gehalt an Calciumcarbonat und das von der Kreidebettung reflektierende Licht entsteht die smaragdgrüne Farbe des Seewassers (daher der Name).

Mit diesem Ort ist eine Legende von dem böswilligen Grubengeist namens Skarbek verbunden. Dieser gierige Geist hat enormen Reichtum angehäuft, versteckte dies unter der Erde, und wenn ein Bergmann bei der Arbeit die Schätze aufdeckte, überflutete Skarbek alles mit Wasser.

Der See ist von steilen Hängen von einer Höhe bis zu 50 m umgeben. Seit seiner Entstehung änderte sich der See vielmals durch Abrutschen von großen Erdmassen. Im Jahr 1995 wurden Maßnahmen ergriffen, um das Abrutschen zu verhindern und den Touristen die Seeufer zugänglich zu machen – es wurden ein unterer Pfad und eine monumentale Treppe an der südwestlichen Wand errichtet.

Heute ist der Smaragdsee ein idealer Ort für Touristen. Es gibt markierte Wanderwege und viele touristische Attraktionen rund um den See. Die Brücke am Seeufer ist ein Überbleibsel der Bahnweg, auf dem die Förderung aus der Grube ausgeführt wurde. In der Nähe befindet sich auch eine Aussichtsplattform, von der sich ein weiter Blick bis zu Unterem Odertal und die Stadt Szczecin bietet. Über dem südlichen Ufer befindet sich eine verschlechterte Feuerwehrbasis mit einem unterirdischen System von Gängen.

Den Park schmücken 63 Arten von geschützten Pflanzen und seltene Pflanzenarten, die Berg-, atlantische und xerotherme Elemente vertreten.  Die wertvollsten Bereiche des Landschaftsparks wurden in folgenden Naturschutzgebieten (469,39 ha) gesichert:

– Florian-Cieliński-Naturschutzgebiet „Buczynowe Wąwozy„,
– Tadeusz-Dominiak-Naturschutzgebiet „Bukowe Zdroje„,
– Józef-Lewandowski-Naturschutzgebiet „Kołowskie Parowy„,
– Stefan-Kownas-Naturschutzgebiet „Trawiasta Buczyna„,
– Jerzy-Jackowski-Naturschutzgebiet „Żródliskowa Buczyna„,
– „Zdroje„,
– „Osetno„.

Im Landschaftsschutzpark gibt es folgende Findlinge:

Głaz Krajoznawców – der größte Erratiker, Umfang: 17,5 m, Höhe 2,7 m,
Szwedzki Kamień – Umfang: 9,7 m, Höhe: 1,8 m,
Kamień Serce – Umfang: 13,5 m, Höhe: 1,5 m, auch Młyńskie Koło genannt,
Głaz Grońskiego – Umfang: 12,2 m, Höhe: 1,4 m, mit einer Gedenktafel von Stanisław Groński (führender polnischer Bergsteiger, Ethnograph, Pionier des Tourismus im Region Szczecin).

Im Landschaftsschutzpark gibt es folgende Naturdenkmäler:

– „Heiliger Otto” – Linde auf dem Kirchenplatz in Płoń, laut einer Legende während der Missionsreise des Bischofs Otto von Bamberg im Jahr 1124, gepflanzt
Eichen von Boleslaus III. der Schiefmund” – zwei Eichen in Klęskowo, die laut einer Legende an das Jahr 1121 erinnern sollten, als auf den Feldern zwischen Klęskowo (Clescow) und Zdunowo der polnische König Heeren von Pommern geschlagen hat.

Im Landschaftsschutzpark befinden sich folgende Natur- und Landschaftspflegegebiete:

– „Jezierzyce”,
– „Waldpark in Struga”.

Im Landschaftsschutzpark gibt es folgende ökologische Nutzflächen:

– Zgniły Grzyb – auf einem Gebiet von 50,25 ha wird ein See mit angrenzenden Binsen, Weidengebüschen, Wiesen und Wäldern geschützt, die Brut-, Futter- und Rastgebiete der seltenen Arten von Säugetieren und Vögeln sind.

Wanderwege im Park:

Über den Landschaftsschutzpark und seine Pufferzone verlaufen 20 Wanderwege mit einer Gesamtlänge von ca. 140 km, die durch die interessantesten Teile der Waldlandschaft führen. Die Erholungszentren an den Glinna- und Binowskie-See ermöglichen eine vollständige Wasser- und Stranderholung.

Ebenfalls besuchenswert sind in der Gegend:

a) Kołbacz – eine Klosteranlage der ehemaligen Zisterzienserabtei,
b) Binowo – Golfplatz Binowo Park,
c) Glinna – Dendrologischer Garten und Grabhügel.

Die Parkverwaltung hat ihren Sitz in Gryfino.

Für weitere Informationen, besuchen Sie bitte die Webseite des Landschaftsparks: http://www.bukowa.szczecin.pl

Verwaltung des Parks:

Regionaldirektion für Umweltschutz, Außenstelle II in Gryfino

 Gebäude des ehemaligen Grenzübergangs Gryfino – Mescherin
74-100 Gryfino
Tel. +48 91 / 414 02 60
Fax. +48 91 / 414 02 69
e-mail: sekretariat.wst2.szczecin@rdos.gov.pl

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Zadanie współfinansowane ze środków Unii Europejskiej ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Regionalnego Programu Operacyjnego Województwa Zachodniopomorskiego na lata 2007-2013.

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