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Drawski und Iński

Im Zentralteil der Woiwodschaft Westpommern liegen 2 Landschaftsschutzparks: Landschaftsschutzpark Iński und Landschaftsschutzpark Drawski

Landschaftspark Drawski

Der Landschaftsschutzpark Drawski wurde 1979 gegründet. Sein Zweck ist es, die unter dem naturkundlichen, kulturellen, historischen und landschaftlichen Gesichtspunkt wertvollste Gebiete der Drawskie Seenplatte zu schützen. Das Fläche des Landschaftsschutzpark ist 41.400. ha, die umgebende Schutzzone hat mehr als 22 Tausend ha.

Die Geländeformen des Landschaftsschutzpark Drawski sind Ergebnis der glazialen Tätigkeit, vor allem der baltischen Vereisung. Im nördlichen Teil des Parks kommen von zahlreichen Schluchten durchschnittene Wälle der Endmoräne vor. Der südliche Teil des Landschaftsschutzparks ist dagegen reich an den Seen. Zu den naturkundlichen Werten des Landschaftsschutzparks Dramburg zählen auch: zahlreiche Flüsse, viele kleine Bäche, Sümpfe, Moore, Wälder und selten anzutreffende Tier-und Pflanzenarten.

Ein großer Teil des Landschaftsschutzpark Drawski liegt im Einzugsgebiet des Flusses Drau. Die große Attraktion des Landschaftsschutzparks sind zahlreiche Seen. Innerhalb des Landschaftsschutzpark Dramburg liegen 47 Seen, in der Pufferzone – 30 Seen. Der größte von ihnen, und zugleich der zweitiefste in Polen, ist Drawsko-See (Fläche 1871 ha, maximale Tiefe 79,7 m). Zu den Großseen im Park gehören auch: Siecino, Komorze, Wilczkowo, Żerdno und Krosino.

In Seen und Flüssen des Landschaftsschutzpark Drawski leben über 30 Fischarten. Sie begünstigen das Leben und Nisten vieler Vogelarten, insbesondere Wasser- und Sumpfvögel. Auf dem Gebiet des Landschaftsschutzparks leben auch Schwäne, Haubentaucher, Enten, Kraniche, Reiher und Kormorane. Hier sind auch Greifvögel, unter anderem Seeadler, Rotmilane und Schreiadler zu Hause. Von Säugetieren leben hier sehr viele Biber.

Innerhalb des Landschaftsschutzpark Drawski sind etwa 300 Naturdenkmäler. Das größte von ihnen ist eine Buche mit einem Umfang von etwa 9 Metern auf der Insel Bielawa auf dem Drawsko-See.

Auf dem Gebiet des Landschaftsschutzpark Drawski wurden 7 Naturschutzgebiete gegründet:

a) Naturschutzgebiet „Czarnówek-See” (11,88 ha) – Wasser- und Flora-Naturschutzgebiet. Das Ziel der Gründung dieses Naturschutzgebietes war es, einen Lobelia-See mit Reliktpflanzen zu bewahren.

b) Naturschutzgebiet „Moor am See Morzysław Mały” (7,57 ha) – Das Ziel der Gründung dieses Naturschutzgebietes war die Bewahrung eines für die Wissenschaft und Bildung bedeutenden Gebiets des karbonatreichen und Übergangsmoors mit Ständen der Reliktpflanzen. Die Landschaft wird durch das Vorhandensein von neunzehn verschiedenen Gesellschaften von Wasser-, Halbwasser- und Moorpflanzen auf einem kleinen Gebiet.

c) Naturschutzgebiet „Braunerde” (1,1 ha) – Erdboden-Naturschutzgebiet. Das Naturschutzgebiet wurde zwecks unveränderter Bewahrung der typischen Braunerde, einschließlich Unterwuchs und Streu, gegründet.

d) Das Naturschutzgebiet „Tal der Fünf Seen” (228,78 ha) – Landschafts-Naturschutzgebiet mit den schönsten Aussichten im ganzen Park. Es umfasst den Anfangsabschnitt der Drau mit fünf Seen inmitten der Hügel. Das Tal der fünf Seen ist Teil der sogenannten Polziner Schweiz und gehört zu besonders sehenswerten Landschaften in Westpommern. Im Tal liegen fünf kleine Seen: Krzywe (Górne), Krąg (Okrągłe), Długie, Głębokie und Małe. Insgesamt haben sie eine Fläche von 46,52 ha. Durch all die Seen im Tal fließt der Fluss Drau, der in der Nähe von Krzywe-See entspringt. Innerhalb des Naturschutzgebietes ist die Drau ein kleiner Wasserlauf mit einer Breite von nicht mehr als 4 m.

e) Naturschutzgebiet „Prosino-See” (81 ha) – ornithologisches Naturschutzgebiet mit Lebensräumen und Brutgebieten von seltenen Wasser- und Sumpfvogelarten. In der Brutzeit kann man unter den Uferpflanzen und in der unmittelbaren Seenachbarschaft 26 Vogelarten antreffen.

f) Naturschutzgebiet „Grünes Moor” (55,38 ha) – Moor-Naturschutzgebiet, Standort von seltenen Moosarten.  Es wurden hier 72 Moosarten, darunter 15 Sphangum-Arten nachgewiesen. Bemerkenswert ist der Anteil der seltenen Berg-und Nordmoose.

g) Naturschutzgebiet „Moorlandschaft Toporzyk” (43,07 ha) -Moor- und Wald-Naturschutzgebiet Das Ziel der Gründung des Naturschutzgebiets war die Bewahrung von Moor- und Moospflanzengemeinschaften mit seltenen, für Berggebieten typischen Moosarten.

Im Landschaftsschutzpark Drawski gibt es viele kulturellen Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören: historische Parks, Friedhöfe, Kirchen, Paläste, Wohnhäuser und archäologischen Überreste von befestigten Siedlungen.

 

Über den Landschaftsschutzpark Drawski verlaufen folgende Wanderwege:

a) Seen-Route (grün markiert) Złocieniec – Strzeszyn.
b) Wald- und Aussichtsroute (rot) Połczyn Zdrój – Czaplinek.
c) Polziner Schweiz (blau) Połczyn Zdrój – Czaplinek.
d) Naturroute (schwarz) Złocieniec – Połczyn Zdrój.

Es ist auch erwähnenswert, dass über den Park der Kardinal- Karol- Wotyła-Kanuweg auf Drau führt.

Landschaftsschutzpark Iński

Der Landschaftsschutzpark Iński wurde 1979 gegründet. Für seine Landschaft sind Hügel mit steilen Hängen und beträchtlichen Höhen, sumpfige Täler, Teiche kennzeichnend. Die geologische Struktur dieser Region, die hügelige Gebiete der End- und Grundmoränen, mit tiefen glazialen Rinnen durchgeschnitten, begünstigen die Ansammlung von Wasser in Bodensenken. Solche Gewässer sind Lebensräume von verschiedenen Tier- und Pflanzenarten.

Im Landschaftsschutzpark Iński kommen welt- und europaweit bedrohte Arten: Weißstorch, Rotmilan, Seeadler, Wachtelkönig, Rohrweihe, Schreiadler, Fluss-Seeschwalbe, Schwarzschwalbe und Eisvogel vor.

Im Park lebt auch eine sehr große Gruppe von Kranichen. Gemäß der ornithologischen Beobachtungen in den Jahren 1992 – 1995 ist die Konzentration dieser Vogelart die höchste in Polen – es gibt 51 Brutpaare pro 100 km2. Mit dieser Zahl ist der Landschaftsschutzpark Nörenberg eines der von Kranichen beliebtesten Brutgebiete in Polen.

Auf dem Gebiet des Landschaftsschutzpark Iński befinden sich 5 Naturschutzgebiete:

a) Naturschutzgebiet „Steiniger Buchenwald” (11,37 ha). Das Ziel dieses Naturschutzgebiets ist der Schutz von Moränenhängen am Enzig-See (Jezioro Ińsko) mit Pflanzengemeinschaften vom Buchen- und Mischmischwald und zahlreichen Findlingen..

b) Naturschutzgebiet „Insel Sołtyski” (22,89 ha). Das Naturschutzgebiet befindet sich auf einer mit mehr als 150 Jahre altem Buchen- und Eichenwald bewachsenen Insel des Enzig-See/Jezioro Ińsko.

c) Naturschutzgebiet „Głowacz” (78,7 ha). Das Naturschutzgebiet umfasst malerisch bewaldete Moränenhügel mit der Anhöhe Głowacz (180 m über dem Meeresspiegel). An seinem Fuß erstrecken sich unzugängliche Moore und verwachsene Gewässer mit interessanter Sumpfflora. Viele Wildarten sind hier zu Hause, es ist auch ein geeignetes Brutgebiet für seltene Vogelarten, wie z.B. Schreiadler.

d) Naturschutzgebiet „Bórbagno Miałka” (34,2 ha). In diesem Naturschutzgebiet steht Sumpfwald mit seltenen Arten von Gefäßpflanzen und Torfmoosen unter Schutz.

e) Naturschutzgebiet „Quellgebiet am Krzemień-See” (75,94 ha). In diesem Naturschutzgebiet steht ein Quellgebiet mit seltenen Pflanzengemeinschaften und Tierlebensräumen unter Schutz.  Das Naturschutzgebiet umfasst ein gut erhaltenes Quellgebiet, den kleinen Chotom-See, von dem die Quellenwasser in den Krzemień-See abfließen und einen Wald am Ufer des Krzemień-Sees.

Im Landschaftsschutzpark Iński sind auch 9 ökologische Nutzflächen:

a) Pełnikowe Łąki,
b) Wilkowe Bagno,
c) Wierzchucice,
d) Bagno Ciszewo,
e) Stawy Lutkowskie,
f) Płaskowyż nad Samotnikiem,
g) Wyszkowa Góra,
h) Dłuskie Wzgórza,
i) Węgorzyński Derkacz.

Verwaltung des Parks:

Aussenstelle I in Złocieniec

Regionaldirektion für Umweltschutz in Szczecin,
Dworcowa Straße 13
78-520 Złocieniec

rpo

Zadanie współfinansowane ze środków Unii Europejskiej ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Regionalnego Programu Operacyjnego Województwa Zachodniopomorskiego na lata 2007-2013.

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