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Tal der Liebe

Am Ostufer der Oder, zwischen Stettin und Zehden (Cedynia) gibt es viele Orte von besonderem Reiz der vielfältigen Geländeformen, üppigen Vegetation und weiten Aussichten über das Flusstal bis zu Dörfern und Städten hinter der Oder. Die Schönheit eines dieser Orte wurde aber nicht nur durch die Natur, sondern auch durch die Leidenschaft und Arbeit von einigen am Fluss und in seiner Nähe lebenden Generationen erschaffen.

Dieser Ort ist ein naturnaher Landschaftspark mit dem romantischen Namen „Tal der Liebe” zwischen Krajnik Dolny (Niederkränig), Krajnik Górny (Hohenkränig) und Zatoń Dolna (Nieder Saathen) in der Gemeinde Chojna (Königsberg in der Neumark). Er umfasst eine Fläche von etwa 80 Hektar und erstreckt sich auf einer früher „Nieder Saathener Hügel” genannten Hügelkette, die steif zu Oder hin abfällt und von tiefen Schluchten und sanften Tälern durchschnitten ist.

Der Park ist durch hervorragende landschaftliche Werte gekennzeichnet. In einem nahe gelegenen Wald liegen Granitfelsen mit gehauenen Namen von Bach, Beethoven, Goethe sowie von den preußischen Feldmarschällen und Reformern. Die Felsen sind Überbleibsel des Tals der Liebe, die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts von der hiesigen Grundbesitzerin Anna von Humbert angelegt wurde. Vor dem Krieg war Nieder Saathen ein touristischer Juwel. Im Fischerhafen legten Ausflugsschiffe aus Berlin an. Die Fahrgäste gingen direkt in die eine von den sieben Gaststätten, die es hier gab. Die Verliebten kommen zum Tal der Liebe, um sich dort zu verloben.

Es wird gesagt, dass Anna von Humbert den Park in der Abwesenheit ihres Mannes anlegte, um ihm eine schöne Überraschung und ein Geschenk von seiner liebenden Frau zu bereiten. Die Bestätigung dafür sollte ein Transparent mit den Worten „Willkommen im Tal, dass die Liebe schuf” sein, das Anna am Parkeingang aufhängen ließ. Mit dieser Anschrift begrüßte Anna nicht nur seinen Gatten, sondern auch die eingeladenen Gäste, unter denen sich auch der Autor einer Pressenotiz befand, die über diese Feier in einer Schwedter Zeitung veröffentlicht wurde. In seinem Bericht gebraucht dieser Autor, der Richter Maennell, den Namen „Tal der Liebe„, diese Bezeichnung hat sich gegen den Willen und die Absicht der Besitzerin allgemein verbreitet und wurde zum Eigennamen.

Die Natur im Tal der Liebe änderte sich über die Jahrzehnte. Sie ändert sich weiterhin mit den Jahreszeiten, immer und immer wieder von Frühjahr bis Herbst. Heute ist der alte Park ein Wald, auf dessen Gebiet mehr als 270 Pflanzenarten wachsen, von denen 15 naturgeschützt sind. Bemerkenswert sind vor allem die Orchideen – Weißes Waldvöglein und Großes Zweitblatt sowie Bärenknoblauch und Wunderveilchen. Die Hügel des Tals der Liebe sind hauptsächlich mit Buchsbaumwäldern bewachsen, die wie überall in Pommern in zwei Varietäten – der fruchtbaren und der kargen – vorkommen. Der Hügelhang, wo sich einst romantischen Ruinen befanden, ist jetzt mit Buchen bewaldet.

Weitere Informationen sind erhältlich bei:

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Zadanie współfinansowane ze środków Unii Europejskiej ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Regionalnego Programu Operacyjnego Województwa Zachodniopomorskiego na lata 2007-2013.

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