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Unteres Odertal

Der Landschaftsschutzpark Unteres Odertal wurde 1993 gegründet. Er entstand im Bereich des Zwischenstromlandes des Unteren Odertals (Międzyodrze), zwischen den Flussbetten der Westoder und der Ostoder (Regalica). Zunächst etwas kleiner, wurde der Landschaftsschutzpark 1996 um ein Teil seiner Pufferzone bis 6009 ha vergrößert. Wie der deutsche Nationalpark Unteres Odertal, wurde der Landschaftsschutzpark im Rahmen des deutsch-polnischen grenzüberschreitenden Naturschutzprojekts für diese Region ins Leben gerufen.

Innerhalb des Landschaftsschutzparks Unteres Odertal gibt es ein dichtes Netz von Altwassern, Kanälen und Überschwemmungsgebieten mit einer Gesamtlänge von über 200 km. Eine nur niedrige Erhebung über dem Meeresspiegel (0,1-0,5 m) verursacht, dass dieses Gebiet häufig überflutet wird. Infolge dessen entwickelte sich hier ein riesiges Torfmoor, das größte Überflutungsmoor in Mitteleuropa.  Hier kommen zahlreiche aussterbende oder vom Aussterben bedrohte Pflanzen-und Tierarten vor.

Insgesamt wurden auf dem Gebiet des Landschaftsschutzparks 427 Pflanzenarten nachgewiesen. Unter anderem sind hier Schwimmfarn und Seekanne anzutreffen. Im ganzen Park befinden sich Seggen- und Schilfgebiete.

Im Landschaftsschutzpark Unteres Odertal leben verschiedene Tierarten, vor allem Wasser- und Sumpftiere. Die Gewässer, die 12% der Fläche des Landschaftsschutzparks ausmachen, sind Lebensräume und Futtergebiete für ca. 120 Fischarten, wie Hechte, Brassen, Aale, Schleien, Barsche und Zander.

Die größte Gruppe von Tieren im Landschaftsschutzpark Unteres Odertal sind Vögel. Hier leben über 250 Vogelarten. Miedzyodrze ist ein Rastgebiet für Tausende von Enten, Gänsen und Kraniche. Die Letzteren bilden Kolonien, die häufig bis zu etwa 15 Tausend Vogel zählen. Unter den in ganz Europa bedrohten Arten leben hier Seeadler, Fischadler, Schwarz- und Rotmilane, Sumpfeulen und die weltweit sehr seltene Seggenrohrsänger.

Im Zwischenstromgebiet leben naturgeschützte Säugetiere: Biber und Fischotter. In Biberburgen können etwa 20 Familien anzutreffen werden. Neben den Bibern leben hier Wald- und Steinmarder, Wiesel, Marderhunde, Dachse, Füchse, Wildschweine und Rehe.

Der Landschaftspark Unteres Odertal befindet sich auf einem teilweise vom Menschen kultivierten Gebiet. Am Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurden an der Oder Regulierungsarbeiten geführt. Damals entstand das künstliche Flussbett der Ostoder (Regalica) auf dem Abschnitt zwischen Fiddichow/Widuchowa und Gryfino (Greifenhagen). Die alten Flussbetten der Oder wurden abgeschnitten und bilden heute zahlreiche Altwasser.

Im Landschaftsschutzpark Unteres Odertal, gibt es zwei Naturschutzgebiete:

a) Naturschutzgebiet „Kurower Sümpfe” (31 ha) – zum Schutz der Brutkolonie der Graureiher, deren Zahl hier auf 600 Paare geschätzt wird.

b) Naturschutzgebiet „Blumenkanal” (3 ha) – Naturschutzgebiet im Altwasserbereich. Das Naturschutzgebiet wurde zum Schutz der extrem seltenen Wasser- und Sumpfpflanzen, wie die Europäische Seekanne, angelegt.

Verwaltung des Parks:

Regionaldirektion für Umweltschutz, Aussenstelle II in Gryfino

Gebäude des ehemaligen Grenzübergangs Gryfino – Mescherin
74-100 Gryfino
Tel. +48 91 / 415 01 39
Fax. +48 91 / 415 01 39
e-mail: sekretariat.wst2.szczecin@rdos.gov.pl

rpo

Zadanie współfinansowane ze środków Unii Europejskiej ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Regionalnego Programu Operacyjnego Województwa Zachodniopomorskiego na lata 2007-2013.

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