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Nationalpark Wollin

Der Nationalpark Wollin wurde nach dem Beschluss des Ministerrates am 3. März 1960 gegründet. Die Gesamtfläche des Nationalparks Wollin ist 4844 ha. Zum Parkgebiet gehören: Wälder (90%), Seen, Kliffküste, Küste des Stettiner Haffs, Dünenküste, Wiesen und Waldlichtungen.

Die wertvollsten Teile des Nationalparks Wollin sind alte Buchenwälder in solchen Verbänden wie: Waldmeister-Buchenwald, Waldgesten-Buchenwald mit Zwiebeltragendem Zahnwurz und ein äußerst seltener Typ: Orchideen-Buchenwald sowie Kiefernwälder mit Schwarzer Krähnenbeere, die hauptsächlich in den Küstengebieten, vor allem bei Wisełka vorkommen. Neben den Buchen-und Kiefernwäldern wachsen hier viele Arten von Mischwäldern mit Eichen, Kiefern und Buchen. Innerhalb der Wälder wurden mehrere sehr alte Einzelbäume – Eichen, Buchen und Kiefern – beibehalten. Am prächtigsten ist die Eiche „Wolinianin” am Ufer des Stettiner Haffs.

Die Flora des Nationalparks Wollin ist äußerst abwechslungsreich.

Gefäßpflanzen sind es über 1300 Arten, darunter viele Raritäten, wie zum Beispiel: ein Glazialrelikt Moosglöckchen, einige Bärlapparten, xerotherme Astlose Graslilie, 16 Arten von Waldorchideen. Auf den Feuchtgebieten wachsen Königsfarn, Gagelstrauch und viele andere Pflanzen. Charakteristisch für diese Gegend ist eine Kletterpflanze – Waldgeißblatt. Die Kliffküste ist mit dichtem Sanddorn-Gestrüpp bewachsen. In der Nähe der Siedlungen kann man gut gewachsene Efeupflanzen und herrliche Eiben anzutreffen. Auf der Dünenküste wachsen typische Dünenpflanzen wie: Stranddistel, Europeischer Meeressenft, Dünengras, Strandportulak und andere Arten.

Die ältesten und am besten erhaltenen Pflanzengemeinschaften sind in absoluten Naturschutzgebieten geschützt. Im Naturschutzpark Wollin gibt es 6 absolute Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 172 ha:

a) Stefan-Jarosz-Naturschutzgebiet,
b) Marian-Rociborski-Natuschtzgebiet,
c) Zygmunt-Czubiński-Naturschutzgebiet,
d) Bohdan-Dyakowski-Naturschutzgebiet,
e) Władysław-Szefer-Naturschutzgebiet,
f) Adam-Wodziczko-Naturschutzgebiet.

Die Fauna von Nationalpark Wollin ist ebenfalls vielfältig und durch zahlreiche äußerst seltene Arten reich vertreten. Der Park ist auch für seinen Reichtum an Vögeln bekannt. Insgesamt wurden hier über 200 Vogelarten nachgewiesen. Das Symbol des Wolliner Nationalparks ist Seeadler. Auf der Insel Wollin nisten 6 Seeadlerpaare. Der Seeadler ist der größte Greifvogel in Europa. Neben den Seeadlern leben hier viele andere Arten von Greifvögeln wie Milane, Sperber, Weihen, Baumfalken, Habichte, Bussarde, zahlreiche Eulenarten usw.  In der vielfaltigen aquatischen Umwelt kommen verschiedene Wasser- und Sumpfvögel vor. Der größte von ihnen ist der Höckerschwan, ausserdem gibt es zahlreiche Arten von Möwen, wie die Silber-, Lach-, Sturmmöwe sowie Seeschwalben, Haubentaucher, Teichrallen usw.

In den Wäldern des Nationalparks Wollin leben verschiedene große Waldsäugetiere wie Hirsche, Wildschweine, Rehe, Füchse, Hasen, Marder, Dachse, Marderhunde und viele andere. Zur Seltenheiten gehören Hermeline und einige Arten von Fledermäusen. Vor 15 Jahren hat sich die Fauna des Nationalparks um Wisenten bereichert. Die Welt der Insekten ist auch sehr interessant.

Der Nationalparks Wollin ist im älteren, postglazialen Teil der Insel Wollin gelegen. Dies ist eine End- und Seitenmoräne von großen Höhen über dem Meeresspiegel (bis zu 115 m). Die Landschaft dieses Teils der Insel stammt von der Zeit vor etwa 12 tausend Jahren, als die letzte Eiszeit die grundlegenden morphologischen Formen der Insel geprägt hat. Ein charakteristisches Merkmal ist die Rauhigkeit des Geländes und die Anwesenheit von zahlreichen Gletscherseen.

Im Bereich des Nationalparks Wollin befindet sich ein Schaureservat für Wisente. Das Reservat liegt in der Nähe von Międzyzdroje in Richtung Warnowo. Er ist nur für Fußgänger zugänglich (ca. 1300 m). Das Schaureservat für Wisente wurde im Juli 1976 eingerichtet. Hier wird in Reinzucht die Züchtung von Flachlandwisenten geführt. Das Herd besteht aus ca. 8-12 Tieren. Für Westpommern ist der Wisent ein historisches Symbol. Von hier stammt die älteste Beschreibung einer Wisentenjagd im Jahr 1107. Während einer Jagd, die der polnische König Boleslau III. Schiefmund bei Belagerung von Stettin in hiesiegen Wäldern machte, wurde einer seiner Ritter namens Sieciech von einem verwundeten Wisent getötet.

Öffnungszeiten des Schaureservats für Wisente:

1. Mai – 30. September: 10.00 – 18.00 (außer montags)
1. Oktober – 30. April: 8.00 – 16.00 (außer sonntags und montags)

Eintrittspreise:

mit Ermäßigung: 3,00 zł
normal: 5,00 zł

Über das Gebiet von Nationalpark Wollin führen folgende Wanderwege:

a) Am Ufer der Ostsee (rot markiert) – in Richtung Ost von Międzyzdroje über Wisełka nach Dziwnów und in Richtung West von Międzyzdroje bis Świnoujście-Warszów.
b) Am Stettiner Haff (blau markiert) – von Międzyzdroje nach Wolin.
c) Waldweg zu den Seen (grün) – von Międzyzdroje nach Kołczewo.
d) Entlang die Dziwna und Stettiner Haff (grün) – von Wolin bis Stepnica.
e) Rund Wolin (gelb).
f) Zugangsweg von Warowno bis zum Bahnhof (schwarz).
g) Lehrpfade (gelb) – von Międzyzdroje nach Zielonka.

Im Zentrum von Międzyzdroje, in der Niepodległości-Straße 3 befindet sich Adam-Wodziczko-Naturmuseum des Nationalparks Wollin. Das Nationalparkmuseum wurde 1962 gegründet. Die Fläche von 14 Ausstellungsräumen ist über 400 Quadratmetern. Das Museum präsentiert die typischen Flora- und Faunaarten der Insel Wollin.

Öffnungszeiten des Naturmuseums des Nationalparks Wollin:

1. Mai – 30. September: 9.00 – 17.00 (außer montags)
1. Oktober – 30. April: 9.00 – 15.00 (außer sonntags und montags)

Eintrittspreise:

mit Ermassigung: 3,00 zł
normal: 5,00 zł

Weitere Informationen und Preise für Dienstleistungen finden Sie auf der Website oder erhalten Sie per Telefon:

Nationalpark Wollin

Niepodległości Straße 3a
72-500 Międzyzdroje
tel. 91 / 328 07 27 oder 328 07 37
fax. 91 / 328 03 57
e-mail: sekretariat@wolinpn.pl
www.wolinpn.pl 

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Zadanie współfinansowane ze środków Unii Europejskiej ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Regionalnego Programu Operacyjnego Województwa Zachodniopomorskiego na lata 2007-2013.

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