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Kanufahrten

Die Woiwodschaft Westpommern hat die besten Bedingungen zum Kajakturismus in Polen. Das Wasser für Kajaks gibt es in Flüssen, Seen, im Haff und im Meer. Die Möglichkeiten der Kanufahrten bieten sich für alle – sowohl für erfahrene Kajakfahrer wie auch für Anfänger.

Das Gebiet der Woiwodschaft durchfließen außergewöhnliche Flüsse, unter anderem Drawa, Gwda, Korytnica, Piława, Rega, Rurzyca, Wieprza. Jeder von ihnen ist anders, jeder bietet seine einzigartigen Naturschönheiten und interessante Orte. Die hiesigen Flüsse gehören zu den schönsten in Polen, haben sauberes und klares Wasser. Sie mäandrieren über Wälder und Wiesen, vorbei an den umgestürzten Bäumen, an Seen. Sie fließen in die Dörfer, Städte und Städtchen hinein. Sie umwandeln sich manchmal, wie Drau, in Gebirgsflüsse mit einem schnellen Strom und zahlreichen Felsbrocken. Die einen sind einfach und eignen sich für Familienfahrten, die anderen erfordern entsprechende Fähigkeiten und Überwindung der Hindernisse im Strom.

Eine Attraktion in Westpommern ist die Ostseeküste. Breite Sandstrände mit Dünen und Wäldern, wunderschöne steile Kliffe sind entzückend. Sie erstrecken sich von der Insel Usedom bis zu Jarosławiec. Diese Gegend eignet sich perfekt für Kajakfahren auf See und ermöglicht wilde Strände, Seichten, Buchten und Landzungen zu erforschen.

Es lohnt sich auch die Oder-Mündung, eine der interessantesten Wassergebiete in Polen, zu erkunden. Dies ist eine der letzten in ihrer ursprünglichen Form verbleibenden Flusslandschaften Europas. Mit dem Dammschen See,dem Stettiner Haff und dem Camminer Bodden bildet die Oder den größten von Binnengewässerkomplexen in Polen, der ideale Bedingungen zum Kajaktourismus bietet.

Flüsse und Gewässer sind ein Plus der Woiwodschaft Westpommern! Im folgenden wurden einzelne Kanu-Routen in Westpommern beschrieben:

1. Fluss Drau

Länge: 177 km
Zeit der Fahrt: 9-10 Tage
Schwierigkeitsgrad: **
Abschnitte: Czaplinek – Złocieniec (30 km), Złocieniec – Drawsko Pomorskie (19 km), Drawsko Pomorskie – Lubie-See (21 km), Lubie-See – Drawno (40 km), Drawno – Krzyż Wielkopolski (67 km)

Die Kanuroute auf Drau führt durch die Dramburger Seenplatte und die Ebene Równina Drawska. Die Strecke besteht aus zwei Teilen: der obere ist ziemlich einfach, der untere (ab Drawno) – schwer, mit schneller Strömung und erfordert großes Geschick. Der Fluss entspringt im Tal der Fünf Seen in der Nähe von Połczyn Zdrój und mündet in Netze. Zunächst verbindet er als kleiner Strom die zahlreichen Seen der Dramburger Seenplatte, dann führt über weitere Seen, den Truppenübungsplatz und erreicht den Nationalpark Draheimer Seenplatte. Dort rast der Strom durch zahlreiche Bäume und Steine, die das Flussbett blockieren. Auf dem Fluss gibt es 4 regelmäßige Tragestellen, auf den Seen kommen manchmal große Wellen vor. Die Drau wird unter anderem von Körnitz-Fluss, Plötzenfliess und Küchenfliess gespeist.

Sehenswertes:

a) Stare Drawsko – Ruinen der Joanniterburgs von 1360,
b) Głęboczek – Mühlenanlage aus dem neunzehnten Jahrhundert,
c) Złocieniec – Burgruinen,
d) Dalewo – Schloss und Park,
e) Drawsko Pomorskie – gotische Kirche Auferstehung Christi,
f) Drawno – Kirche aus dem fünfzehnten Jahrhundert, Fragment der Burgmauer aus dem vierzehnten Jahrhundert,
g) Kamienna – Wasserkraftwerk.

2. Fluss Gwda (Küddow)

Länge: 145 km
Zeit der Fahrt: 7-9 Tage
Schwierigkeitsgrad: **
Abschnitte: Drężno – Gwda Wielka (25 km), Gwda Wielka – Lędyczek (33 km), Lędyczek – Krępsko (45 km), Krępsko – Ujście (42 km)

Gwda ist der längste Nebenfluss der Noteć, hat ihre Quellen in der Nähe des Dorfes Porost und heißt zunächst Bielska Struga. Fahrbar ist sie ab Drężno an dem Studnica-See, von dort fließt sie nach Süden und mundet in Noteć in der Stadt Usch. Im Oberlauf fließt sie in einem tiefen bewaldeten Tal und wegen der im Flussbett liegenden Bäume ist sie ein beschwerlicher Weg. Im Mittellauf fließt sie durch fünf Stauseen mit alten Wasserkraftwerken.  Im Unterlauf beschleunigt der Strom und bildet eine Schlucht, die Strömung ist rasch und hat zahlreiche Stromschnellen. Vor der Stadt Piła (Schneidemühl) wird der Strom langsamer, der Fluss ist hier flößbar. Gwda hat das größte Einzugsgebiet in Westpommern und viele Nebenflüsse (Dołga, Płytnica, Rurzyca, Piława mit Dobrzyca), die attraktive Kajak-Routen sind. Auf der Gwda sind dreizehn regelmäßige Tragestellen bei Wasserkraftwerken und Stauanlagen.

Sehenswertes:

a) Piła (Schneidemühle),
b) Jastowie,
c) Krępsko – Fachwerkkirche aus dem neunzehnten Jahrhundert,
d) Ujście (Usch) – Glashütte.

3. Fluss Gowienica (Gubenbach)

Länge: 44 km
Zeit der Fahrt: 3 Tage
Schwierigkeitsgrad: ***
Abschnitte: Bodzęcin – Babigoszcz (20 km), Babigoszcz – Widzieńsko (11 km), Widzieńsko – Stepnica (13 km)

Die Kanuroute auf der Gowienica gehört zu den interessantesten in der Woiwodschaft. Sie führt durch die Ebene Równina Goleniowska und die Wälder von Gollnower Heide. Zunächst fahren wir über den Fluss Stepenitz, ab Basenthin beginnt die Gowienica.  Sie ist eine der letzten wilden Flüsse in Pommern, gut für starke, erfahrene Kajakfahrer, die ihre Kräfte ausprobieren und sich eine Pause von der Zivilisation machen wollen. Während einer Kanufahrt muss man zigmal sein Kajak tragen, durch das verwachsene oder mit gefallen Bäumen blockierte Bettfluss vordrängen, steinige Stromschnellen überwinden oder die Strömung im Kalmusmeer suchen. Auf dem Fluss treffen wir wohl niemanden und so müssen wir nur auf sich selbst zählen. Nehmen Sie kein großes Gepäck mit, Sie können allerdings ein Seil und Wechselkleidung brauchen und müssen auf alles vorbereitet sein. Die Fahrt im Frühjahr, wenn der Wasserstand höher ist, ist am günstigsten. Im Sommer gibt es noch mehr Hindernisse, man muss Kajak durch das Flussbett oder durch Walddichtheit entlang des Flusses ziehen.

Sehenswertes:

a) Łożnica – eine Fachwerkkirche aus dem achtzehnten Jahrhundert, eine der größten Bauten dieser Art in Pommern,
b) Dzisna – Fachwerkkirche aus dem sechzehnten Jahrhundert, die älteste Bau dieser Art in Westpommern,
c) Babigoszcz – Mühle aus dem neunzehnten Jahrhundert.

4. Fluss Ina (Ihna)

Länge: 104 km
Zeit der Fahrt: 4-5 Tage
Schwierigkeitsgrad: *
Abschnitte: Recz – Stargard Szczeciński (46 km), Stargard Szczeciński – Bącznik (31 km), Bącznik – Inoujście (27 km)

Die Kanuroute auf der Ina ist leicht, für Familien- und Gruppenfahrten geeignet. Sie beginnt in Recz (Reetz), durchläuft Stettiner Tiefebene und endet in Inoujście (Ihnamünde). Von Bącznik (Dieckmühl) bis zu Inoujście wurde am Fluss ein Netz von Bootsstationen unter den Namen “Meandry Iny” errichtet. Ina ist ein schöner, malerischer Fluss – vor allem zwischen Stargard und Goleniów. Dies ist eine Route für Anfänger. Sie ist ideal für 2-3-tägige Wochenendfahrten auf der Strecke Stargard – Lubczyna (Lübzin). Die größten Nebenflüsse der Ina sind:: Krąpiel, Mała Ina, und Stobnica.

Sehenswertes:

a) Recz – gotische Christus-König-Kirche, die Reste der mittelalterlichen Stadtmauer, Türme: Choszczeńska und Drawieńska,
b) Stargard Szczeciński – St.-Marien-Kirche, mittelalterliche Stadtmauer, unter anderem: Mühlentor und Wehrtürme, Rathaus, Gotisches Protzen-Haus ,
c) Goleniów – gotische St. Katharinenkirche, mittelalterliche Stadtmauer und-tore (unter anderem Wolliner Tor), Kornkammer aus dem achtzehnten Jahrhundert.

5. Fluss Korytnica (Körtnitz-Fluss)

Länge: 38 km
Zeit der Fahrt: 2-3 Tage
Schwierigkeitsgrad: *
Abschnitte: Korytnickie-See – Stara Korytnica (6,5 km), Stara Korytnica – Nowa Korytnica (14,5 km), Nowa Korytnica – Bogdanka (17 km)

Korytnica ist ein zauberhafter Fluss und einer der schönsten Wasserwegen in Westpommern. Sie ist der linke Nebenfluss der Drau und hat und ihre Quellen in der Nähe von Mirosławiec (Märkisch Friedland). Im Oberlauf ist sie beschwerlich, voll von umgestürzten Bäumen und Wasserstauungen. Im Unterlauf fließt sie durch die menschenleeren, unberührten Gebiete der Dramburger Heide. Sie strömt durch ein malerisches, wunderschönes Tal und über drei Seen (Korytnickie, Studnickie, Nowa Korytnica). Der Fluss ist sehr sauber. In der Korytnica leben viele Fischarten.  Ihr Wasser wird von drei Nebenflüssen: Młynówka, Setnica, Kamionka gespeist. Korytnica gehört zu den wenigen naturkundlich wertvollen Flüsse, die sich in Polen außerhalb der Grenzen von Nationalparks befinden. Nach dem See Nowa Korytnica Neu Körtnitz fließen wir durch die Nadelbaumwälder, um in den Wald des Vergessens (Las Zapomnienia) zu gelangen. Hier erleben wir die Ruhe und Stille. Die Kanuroute beginnt am Korytnickie-See, aufgrund der Beschwerlichkeit des oberen Fahrtabschnitts beginnen aber die Wasserwanderungen im Dorf Alt Körtnitz.

Sehenswertes:

a) Drawskie Heide.

6. Międzyodrze (Oderbruch)

Zeit der Fahrt: 1-3 Tage
Schwierigkeitsgrad: *

Międzyodrze ist eine Gruppe von mehr als 50 Inseln zwischen der Ostoder und Westoder. Sie werden durch zahlreiche Flussarmen, Kanälen und Graben mit einer Länge von 200 km getrennt. Międzyodrze erstreckt sich von Widuchowa (Fiddichow) bis zum Dammscher See. Um die einzigartige Natur zu schützen, wurde dort der Landschaftsschutzpark Unteres Odertal angelegt. Międzyodrze ist 1,5 – 3 km breit und ca. 30 km lang. Das ganze Gebiet von Międzyodrze besteht aus dem südlichen, zentralen und nördlichen Teil. Um von dem einen in den anderen Teil zu gelangen, muss man das Überschwemmungsgebiet verlassen und einen Abschnitt mit dem Strömung der Oder bzw. der Regalica zurückzulegen. Auf einzelne Polder gelangen wir über Schleusen und Durchlässe. Wir werden dort ein Labyrinth von Kanälen sehen. Einige von ihnen verwachsen und werden deshalb auch für ein Kajak nicht zugänglich. Der Landschaftsschutzpark ist natürlich überflutet, je nach dem Wasserstand der Oder. Er wir mit Seggen, Schilf, Röhricht und vereinzelten Bäumen bewachsen. Viele Vogelarten sind hier anzutreffen. Auf dem Gebiet des Landschaftsschutzparks ist das Zelten nicht erlaubt, ohne eine präzise Landkarte ist es besser, dort nicht hineinzufließen.

Sehenswertes:

a) Landschaftsschutzpark Unteres Odertal

7. Fluss Myśla (Mietzel)

Länge: 82 km
Zeit der Fahrt: 5 Tage
Schwierigkeitsgrad: *
Abschnitte: Lipiany – Myślibórz (16 km), Myślibórz – Mystki (19 km), Mystki – Barnówko (15 km), Barnówko – Chwarszczany (20 km), Chwarszczany – Porzecze (12 km)

Die Kanuroute auf der Myśla beginnt in Lipiany (Lippehne). Die Myśla ist eine der schönsten Nebenflüsse der Oder und wird auch unter den Namen Fluss der Tempelritter bekannt. Sie fließt durch Pojezierze Myśliborskie, Równina Gorzowska und mündet in Kotlina Freienwaldzka in die Oder. Sie durchquert wunderschöne Wälder, viele Seen, Wiesen und Mooren. Sie fließt durch unterschiedliche Landschaften und Schutzgebiete. Bei Wasserwanderung können wir die unberührte Natur genießen. Wir haben auch die Gelegenheit interessante gotische Kirchen, mittelalterliche Stadtbefestigungen, Niederlassungen der Orden: Zisterzienser, Augustiner und die Tempelritter zu sehen. Auf dem Fluss gibt es feste Wehre und Wasserkraftwerke (in Barnówko, Dargomyśl, Chwarszczany, Gudzisz, Reczyce und Namyślin).

Sehenswertes:

a) Lipiany – Himmelfahrtkirche aus dem dreizehnten Jahrhundert, Pyritzer und Soldiner Tor aus dem fünfzehnten Jahrhundert,
b) Myślibórz – Rathaus aus dem achtzehnten Jahrhundert, gotische Stiftskirche, Dominikanerkloster aus dem dreizehnten Jahrhundert, die Stadttore: Neuerburger und Pyritzer Tor, Pulverturm aus dem vierzehnten Jahrhundert,
c) Chwarszczany – Kirche Hl. Stanislaus Kostka (Kapelle der Kommende von Templerritter, später Johanniter) – eines der wertvollsten Denkmäler in Westpommern.

8. Fluss Wieprza (Wipper)

Länge: 110 km
Zeit der Fahrt: 5 Tage
Schwierigkeitsgrad:**
Abschnitte: Trzbielino – Broczyna (17 km), Broczyna – Kępice (20 km), Kępice – Sławno (24 km), Sławno – Mazów (22 km)

Der Fluss Wieprza ist einer der schönsten Flüsse in Westpommern. Wieprza entspringt im Białe-See bei Głodów. Sie fließt schnell durch Wysoczyzna Polanowska und Równina Słupska und mündet in die Ostsee in Darłowo. Sie hat vier flößbare Nebenflüsse: Grabowa, Pokrzywna, Reknica und Studnica. Im oberen und mittleren Lauf ist die Strecke beschwerlich. Es gibt hier umgestürzte Bäume, Steine und Tragestellen bei Wehren. Von Korzybie (Zollbrück) ist der Weg enfach und für Gruppenfahrten geeignet.

Sehenswertes:

a) Biesowiczki – Betonbrücke mit Wappen des preußischen Adels,
b) Biesowice – neogotischer Schloss, Wasserkraftwerk
c) Sławno – Himmelfahrtkirche aus dem vierzehnten Jahrhundert, Stadttore,
d) Stary Kraków – gotische Kirche,
e) Darłowo – Schloss der Pommerschen Herzöge, Marienkirche, St. Gertrud-Kirche, Altmarkt, Rathaus, Stadtmauer.

9. Fluss Parsęta (Persante)

Länge: 144 km
Zeit der Fahrt: 5 Tage
Schwierigkeitsgrad: **
Abschnitte: Nowy Chwalim – Krosino (24 km), Krosino – Osówko (30 km), Osówko – Karlino (41 km), Karlino – Kołobrzeg (49 km)

Das Wasser in Parsęta ist kalt und undurchsichtig. Die Strecke ist wechselhaft, abweckslungsreich, mit schnellem Strom, wegen der vielen natürlichen Hindernissen jedoch beschwerlich. Der Fluss entspringt auf den Wiesen in der Nähe des Dorfes Parsęcko, in der Gemeinde Szczecinek. Parsęta fließt durch das landwirtschaftlich genutzte Ebene, und ihre Ufer sind meist von Wald bedeckt. Im Oberlauf hindern die Fahrt viele im Flussbett liegende Baumstämme, so ist es oft notwendig, aus dem Kajak auszusteigen. An vielen Orten wird die Strömung von Weiden und Erlen verwachsen, man muss durch Gestrüpp streifen. Es gibt auch starke Stromschnellen mit Hindernissen, die ein Kajak kentern können. Im Mittel- und Unterlauf ist Parsęta ein ziemlich einfacher Weg.  Für Gruppenausflüge ab Białogard geeignet. Empfehlenswert sind auch ihre Nebenflüsse: Radew, Dębica und Lśnica.

Sehenswertes:

a) Białogard – Rathaus, Marienkirche aus dem vierzehnten Jahrhundert, Altmarkt, Stadtmauer, Hochtor,
b) Karlino – Erzengel-Michael-Kirche aus dem sechzehnten Jahrhundert, Rathaus, Fachwerk-Kornkammer aus dem neunzehnten Jahrhundert,
c) Kołobrzeg – Marienbasilika, Rathaus, Pulverturm, Ritter-Akademie, Museum der polnischen Militärgeschichte, Leuchtturm.

10. Fluss Płonia (Plöne)

Länge: 65 km
Zeit der Fahrt: 5 Tage
Schwierigkeitsgrad: *
Abschnitte: Niepołcko – Wehr bei dem Dorf Żelewo (41 km),Wehr bei dem Dorf Żelewo – Jezierzyce (11 km), Jezierzyce – Szczecin-Dąbie (13 km)

Die Route auf dem Fluss Płonia beginnt in Niepołcko (Niepölzig). Das Flusstal ist äußerst schön. Im Oberlauf ist der Weg bis zum Płoń-See sehr beschwerlich, man muss auf die in der Strömung liegenden Überreste der Wassermühlen achten. Für Gruppenausflüge eignet sich der Fluss ab dem Płoń-See. Empfehlenswert ist die Strecke von Miedwie-See bis zum Dąbie-See. Dieser Abschnitt ist einfach und interessant. In der Heide hat der Fluss schnelle Strömung, sauberes Wasser und ist so schön wie die Drau. Bemerkenswert ist, dass er in einem großen Teil innerhalb der Stadtgrenzen von Szczecin fließt.

Sehenswertes:

a) Kołbacz – Zisterzienserabtei,
b) Szczecin – gotische Marienkirche (Szczecin-Dąbie), Schloss der Herzöge von Pommern, Hakenterrasse.

11. Fluss Piława

Länge: 82 km
Zeit der Fahrt: 5-6 Tage
Schwierigkeitsgrad: *
Abschnitte: Sikory – Liszkowo (18 km), Liszkowo – Nadarzyce (19 km), Nadarzyce – Szwecja (20 km), Szwecja – Dobrzyca (25 km)

Piława ist ein Nebenfluss der Gwda. Sie gehört zu den schönsten Flüssen in Polen. Die Strecke ist einfach, abwechslungsreich und sehr malerisch. Fast die ganze Zeit fließt Piława durch unberührte Wälder, bildet mehere Mäander mit sandigen Ufern. Sie entspring in Komorze-See in Dramburger Seenplatte. Im Oberlauf fließt sie durch den Landschaftsschutzpark Drawski Seenplatte und verbindet die Seen Komorze, Rakowo, Brody, Strzeszyno, Kocie und Pile. Im Mittellauf tritt sie aus ihrem Ufern in ein Labyrinth des Überschwemmungsgebiets Zalewy Nadarzyckie und beschleunigt hinter dem Wasserkraftwerk Nadarzyce. Im Unterlauf fliesst sie schnell durch die Wildnis.  Ihr einziger grosser Nebenfluss Dobrzyca ist auch eine attraktive Wasserstraße.

Sehenswertes:

a) Befestigungen der Pommernstellung

12. Fluss Rega

Länge: 138 km
Zeit der Fahrt: 6-8 Tage
Schwierigkeitsgrad: *
Abschnitte: Świdwin – Łobez (25 km), Łobez – Resko (35 km), Resko – Płoty (20 km), Płoty – Gryfice (16 km), Gryfice – Mrzeżyno (42 km)

Die Rega ist für schöne, malerische Landschaften bekannt. Sie fliesst am Rande von Seenplatten Drawskie und Ińskie und dann schlängelt sich durch die Ebene Równina Gryficka. Im Ober- und Mittellauf ist der Weg beschwerlich und erfordert Erfahrung. Erst weiter wird Rega einfach. Man kann die Kanufahrt im Dorf Sława hinter der Brücke beginnen, in Świdwin (Schievelbeim) geht es aber besser, weil der Weg nach Świdwin stark verwachsen und flach ist. Die Gruppenfahrten fangen meist von Łobez oder Resko an.  Das Plus des Flusses ist die Natur und die Möglichkeit, die Wasserwanderung am Strand in Mrzeżyno zu enden. Die Rega ist von sieben größeren Nebenflüssen gespeist, von denen teilweise flößbar Stara Rega, Ukleja, Mołstowa, Brzeźnicka und Reska Węgorza sind.

Sehenswertes:

a) Świdwin – Schloss aus dem dreizehnten Jahrhundert, Marienkirche aus dem vierzehnten Jahrhundert, die Altstadt,Steintor aus dem vierzehnten Jahrhundert,
b) Płoty – der Alte und der Neue Schloss vom dreizehnten-siebzehnten Jahrhundert,
c) Gryfice – Stein- und Hochtor, Pulverturm, Marienkirche aus dem dreizehnten Jahrhundert, ständige Ausstellung der Pommerschen Schmalspurbahn,
d) Trzebiatów – Marienkirche, Heilig-Geist-Kapelle aus dem dreizehnten Jahrhundert, Stadtmauer mit dem Grützturm, Rathaus, Bahnhofsbrücke und ein Palast aus dem achtzehnten Jahrhunderts.

13. Fluss Rurzyca

Länge: 29 km
Zeit der Fahrt: 1-2 Tage
Schwierigkeitsgrad: *
Abschnitte: Trzebieszki – Stanica Wrzosy (17 km), Stanica Wrzosy – Krępsko (12 km)

Rurzyca ein rechter Nebenfluss der Gwda. Sie gilt als einer der saubersten Flüsse in Polen. Sie entspringt im Krąpsko-See und mündet in die Gwda in Krępsko (Hackenwalde). Die Kanuroute führt durch sechs schöne Waldseen (Krąpsko Małe, Krąpsko Długie, Trzebieszki, Krąpsko Górne, Krąpsko Średnie, Krąpsko Dolne – Dębno). Der Fluss fließt in einem tiefen, bewaldeten Tal, ist flach, hat einen sandigen Boden und klares Wasser. Am Fluss wurden Naturschutzgebiete „Teufelssprung”, „Smolary”, „Rurzyca-Tal” gegründet. Ihr Ziel ist es seltene Pflanzen und einzigartige Landschaft zu bewahren. Rurzyca ist ein einfacher Wasserweg, man kann sie in einem Tage zurücklegen, wegen der Einzigartigkeit der Landschaft und Natur lohnt es sich aber nicht zu beeilen. Die Wasserstraße trägt den Namen „die Johann-Paul-II.- Kajakroute” Auf diesem Fluss fuhr Kardinal Karol Wojtyła mit einem Kajak im Jahr 1978, 3 Monate, bevor er zum gewählt wurde.

14. Greifenweg

Länge: 482 km
Zeit der Fahrt: 21-25 Tage
Schwierigkeitsgrad: **
Abschnitte: Kostrzyn – Szczecin-Dąbie (130 km), Szczecin-Dąbie – Wolgast (120 km), Wolgast – Karsibór (112 km), Karsibór – Stepnica (120 m)

Der Greifenweg beginnt in Kostrzyn (Küstrin). Er führt von der Wartemündung, an den Ufern des Stettiner Haffs, des Peenenstroms (Cieśnina Piany), über Achterwasser, die Swine, die Dievenow, am Camminer Bodden nach Stepnica (Groß Stepenitz). Dies sind die Gewässer des ehemaligen Herzogtums Pommern und der slawischen Fürsten der Greifen-Dynastie. Die Odermündung ist einer der interessantesten natürlichen Sehenswürdigkeiten in Europa. Dies ist eine der letzten in ihrer ursprünglichen Form verbleibenden Flusslandschaften Europas. Die Odermündung bildet den größten Binnengewässer-Komplex in Polen.

Sehenswertes:

a) Landschaftsschutzpark Zehden,
b) Naturschutzgebiet „Bielinek”,
c) Landschaftsschutzpark Unteres Odertal,
d) Nationalpark Wollin,
e) Städte: Szczecin, Nowe Warpno, Wolin, Kamień Pomorski

15. Weg der 44 Inseln

Länge: 28 km
Zeit der Fahrt: 1-2 Tage
Schwierigkeitsgrad: *
Abschnitte: Karsibór – Lubin (15 km), Lubin – Karsibór (13 km)

Die Route führt durch ein Labyrinth der Inseln und Inselchen des Swine-Deltas. Die Insel mit einem Mosaik aus Schilf, Torfwiesen und Feuchtgebieten bedeckt. Hier tritt der sog. Rückstau auf – das Meerwasser wird in die Flussmündung zurückgedrängt. Dies ist einer der wertvollsten Naturgebiete in Polen. Hier gibt es einer der wichtigsten Lebensraume der wandernden Wasser- und Sumpfvögel in dieser Region bekannt. Es lohnt sich ins Schilfsmeer und in die Vogelwelt hineinzufließen. Die Größe des Deltas ist am besten von dem Aussichtspunkt Zielonka in Lubin sichtbar. Von dort aus können wir die Swine, das Stettiner Haff, Wicko-Wielkie-See und die Ostsee erblicken. Das Stettiner Haff ist launisch und manchmal bedrohend.  Vor einer Wasserreise sollte man die Wetter- und Windvorhersage nachprüfen.

Sehenswertes:

a) Karsibór – Kirche aus dem fünfzehnten Jahrhundert
b) Lubin – neogotische Kirche aus dem neunzehnten Jahrhundert.

16. Kajak-Schleife um Szczecinek

Länge: 61 km
Zeit der Fahrt: 3-5 Tage
Schwierigkeitsgrad: ***
Abschnitte: Szczecinek – Gwda Wielka (10 km), Gwda Wielka – Drężno (22 km), Drężno – Spore (14 km), Spore – Szczecinek (15 km)

Die Schleife läuft über neun Seen (Trzesiecko, Wielimie, Dołgie, Stępieńskie, Dębno, Łąkie, Studnica, Wierzchowo, Smolęsko) und drei Flüsse (Niezdobna, Gwda, Dołga). Die Route beginnt in Szczecinek am Trzesiecko-See. Zuerst fahren wir durch den Wielimie-See, dann einen Wegabschnitt auf Gwda und ihrem Nebenfluss Dołga. Wir fahren gegen die Strömung dieses Flusses und über die Seen auf der Strecke, um auf die Gwda zurückzukehren, die uns bis zum Wielimie-See und nach Szczecinek führt. Man muss auf die Beschwerlichkeit der Strecke vorbereitet sein: es gibt hier mehrere Tragestellen, umgestürzte Bäume, manchmal muss man nach einem Übergang zum nächsten Gewässer suchen. Die Kajakfahrer, die diese Route wählen, sollten fit sein, eine Erfahrung und einen guten Orientierungssinn haben. Die beste Zeit für die Kanufahrt auf der Schleife ist es nach einer Regenperiode, wenn Dołga mehr Wasser trägt.

Sehenswertes:

a) Szczecinek – Schloss der Pommerschen Herzöge, St.-Marien-Kirche aus dem zwanzigsten Jahrhundert, die Kornkammer, das Rathaus.

17. Kajak-Schleife um Szczecin

Länge: 120 km
Zeit der Fahrt: 5-6 Tage
Schwierigkeitsgrad: ***
Abschnitte: Stargard Szczeciński – Bącznik (31 km), Bącznik – Inoujście (27 km), Inoujście – Szczecin-Dąbie (21 km), Szczecin-Dąbie – Jezierzyce (15 km), Jezierzyce – Morzyczyn (21 km)

Die Kajak-Schleife um Szczecin beginnt in Stargard auf der Ina, durchläuft Goleniów, führt weiter über Oder, mit der Strömung von Babin und Czapin, über den Dąbie-See – entlang der Insel Dębina, über eine Abzweigung der Oder – Święta, durch Kanał Krętego Węża gelangt sie zum Strand Plaża Mieleńska (die Insel Wielka Kępa) und über den See Dąbie Małe führt sie nach Szczecin-Dąbie. Dann läuft sie flussauf der Płonia, vorbei den Ortschaften Jezierzyce und Kołbacz bis zum Miedwie-See und Dorf Morzyczyn bei Stargard. Dies ist eine Route für erfahrene Paddler und Liebhaber von Herausforderungen. An den Seen Dąbie und Miedwie ist Vorsicht geboten. Bei starken Winden bilden sich dort hohe Wellen und es ist gefährlich. Auf der Płonia muss man gegen den Strom paddeln, es gibt umgestürzte Bäume und Tragestellen bei Kraftwerken und Wehren.  Ruhig kann man die Strecke in 5-6 Tagen zurücklegen, für Leistungssportler reichen es 3-4 Tage. Der Weg bildet keine komplette Schleife. Die Entfernung vom Anfang bis zum Ziel ist 8 km.

Sehenswertes:

a) Städte: Szczecin, Stargard Szczeciński,
b) reizvolles Dorf Skalin an dem Miedwie-See.

18. Kajak-Schleife um Wałcz

Länge: 45 km
Zeit der Fahrt: 2-3 Tage
Schwierigkeitsgrad: *
Abschnitte: Wałcz – Nakielno (12 km), Nakielno – Ostrowiec (33 km)

Sehr malerische Route. Der Weg führt über das Flüsschen Żydówka und sieben Seen: Raduń, Mielno, Smolno Wielkie, Sumile, Bytyń Wielki, Bytyń Mały, Flusse Piławka und Dobrzyca. Die Strecke bildet keine komplette Schleife, sie beginnt in Wałcz und endet im Dorf Ostrowiec (5,5 km vom Start). Die Route ist gut markiert. Entlang des Flusses wurden mehr als 30 Schilder unterbracht. Unterwegs gibt es 5 Rastplätze und 2 Zeltplätze.

Sehenswertes:

a) Wałcz – Postamtgebäude, Rathaus aus dem neunzehnten Jahrhundert, St. Antonius-Kirche, Nikolauskirche, System von Bunkern.

19. Stettiner Haff

Länge: 47 km
Zeit der Fahrt: 1-2 Tage
Schwierigkeitsgrad: ***
Abschnitte: Wolin – Zalesie (25 km), Trzebież – Nowe Warpno (22 km)

Das Stettiner Haff ist trichterförmig. Es besteht aus zwei Teilen: dem Großen Haff und dem Kleinen Haff. Es ist ein flaches, ausgedehntes Gewässer, wo oft nördliche und nordwestliche Winde wehen. Bei starken Winden entsteht hohe und kurze Welle. Es gibt Schwankungen der Wasserstände, Strömungen und Rückstaus. Es kommt hier zur Mischung des Süßwassers aus der Oder mit dem Meerwasser. Das Stettiner Haff ist für erfahrene Kajakfahrer angemessen, die sich mit der Wechselhaftigkeit dieses Gewässers zu raten wissen werden. Die interessantesten Kajakrouten führen parallel zu den südlichen Ufern der Insel Wollin. Ebenso schöne Landschaften werden wir zwischen Trzebież und Nowe Warpno sehen. Es empfiehlt sich auf diesem Gewässer nah am Ufer zu paddeln und bei Wetteränderung auf einem der wilden Strande Zuflucht suchen. Vor der Abfahrt sollte man die Wetter- und Windvorhersage nachprüfen.

Sehenswertes:

a) Wolin – St. Nikolaus-Stiftskirche, Zentrum der Slawen und Wikinger.

20. Meereskajak

Länge: 23 km
Zeit der Fahrt: 1-2 Tage
Schwierigkeitsgrad: ***
Abschnitte: Międzyzdroje – Wisełka (10 km), Wisełka – Dziwnów (13 km)

Die Ostsee-Route führt entlang der Küste von Międzyzdroje bis zu Dziwnowo. Es gibt hier die höchsten Kliffen in Polen, weite Sandstrände mit Dünen, Wäldern und flachen Küstenseen. Die Ostsee ist ein ideales Gewässer für das Meereskajak. Mit einem Kajak ist es günstig, wilde Strände, Buchten und Flussmündungen zu erforschen. Diese Sportart erfordert allerdings viel Erfahrung, Geschick und spezielle Ausrüstung. Man muss beachten, dass es manchmal auf der See nötig ist, mit Wellen und Wind zu ringen, gegen Seekrankheit unempfindlich zu sein.

Sehenswertes:

a) Städte: Międzyzdroje, Dziwnów.

Anhand der Veröffentlichung „Turystyka kajakowa Województwa Zachodniopomorskiego” von Piotr Owczarski

21. Fluss Radew

Länge: 77 km
Zeit der Fahrt: 7 Tage
Abschnitte: Żydowo – Mostowo (5 km), Mostowo – Rosnowo (7 km), Rosnowo – Niedalino (10 km), Niedalino – Wronie Gniazdo (6 km), Wronie Gniazdo – Białogórzyno (4 km), Białogórzyno – Nosowo (10 km), Nosowo – Karlino (15 km).

Die schöne und dünn frequentierten Strecke aufgrund der Vielzahl der Wälder und Bäume stören beim Schwimmen, während Auswirkungen auf die Attraktivität der Strecke. Aufgrund der Schwierigkeiten der ersten Route überwindet km sehr langsam – 5 km pro Tag. Radew River ist ein idealer Ort zum Angeln. Der unbestrittene Höhepunkt des Weges sind die Lachse, die im November gezogen, den Fluss hinauf.

 

22. Fluss Unieść

Länge: 10 km
Zeit der Fahrt: 1 Tag
Abschnitte: Maszkowo – Sianów, Sianów – Osiek

Der Fluss ist zum Kanufahren (Kanu Trail) auf dem Abschnitt Maszkowo – Sianów – Osieki (ca. 10 km). On die Abschnitte Maszkowo – Sianów Route belastend für ungeübte Kajakfahrer. On die Abschnitte Sianów – Osiek einfachen Weg, Erholung. Die Mehrzahl der ersten Hindernis entfernt worden ist. Dies bedeutete, dass es diejenigen, die zum ersten Mal in einem Kajak zu sitzen segeln.

 

23. Fluss Grabowa

Länge: 56 km
Zeit der Fahrt: 3-4 Tage

Canoe Trail in den Oberlauf des New Żytnika Polanów gilt als schwierig und umständlich. Der Fluss schlängelt sich mitten in engen Erlenwald und ziemlich starke Strömung und eine Menge Hindernisse in Form von umgestürzten Bäumen macht wenig wir hart arbeiten müssen. Im oberen Teil des Dorfes Polanów „auf dem Fluss Grabowa Reserve” erstellt.

 

24. Fluss Bagiennica

Länge: 15 km
Zeit der Fahrt: 1 Tag
Abschnitte: Polanów – Buszyno, Buszyno – Lejkowo, Lejkowo – Grabówko, Grabówko – Darłowo

Bagiennica linken Abfluss Grabowa Fluss, der in den See Bukowski Szczuczym Kanal fließt verbunden die Ostsee. Während seiner Flussabschnitt geeignet für Rafting und Abenteuer endet am Strand.

 

 

 

25. Fluss Chotla

Länge: 32 km
Zeit der Fahrt: 3 Tage
Abschnitte: Tychowo – Bukówko, Bukówko – Zaspy Małe, Zaspy Małe – rzeka Radew

Der obere Rand des Flusses ist sehr gebirgig, fließt in einer tiefen Schlucht geschnitten, unter den Felsbrocken. Der Weg ist mühsam aufgrund der großen Anzahl von przenosek. Beste für einzelne Kajaks Schwimmen geeignet. Aber für qualifizierte Kajakfahrer hat es keine Bedeutung.

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Zadanie współfinansowane ze środków Unii Europejskiej ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Regionalnego Programu Operacyjnego Województwa Zachodniopomorskiego na lata 2007-2013.

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