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Das Zentrum der Slawen und Wikinger

Entdecken Sie die Welt der Slawen und Wikinger von Wollin!

Eine der größten Attraktionen von Westpommern ist zweifelsohne die Möglichkeit, eine Zeitreise zu erleben… In die weiteste Vergangenheit kann man eben im Wolliner Freilichtmuseum reisen. Dies ist aber nicht ausschließlich ein Ort für Geschichtsliebhaber. Dies ist auch die perfekte Unterhaltung für Familien mit Kindern und eine außergewöhnliche Attraktion für alle Fans der Tourismus.

Eine kleine Siedlung liegt grundsätzlich auf der Insel Ostrow, die sich auf dem Wollin umgebenden Fluss Dievenow befindet. Man kann sie über eine größere Brücke von Wollin oder über eine kleine Brücke von der benachbarten Ortschaft Recław erreichen.

Die malerisch gelegene Siedlung der Slawen und Wikinger bilden mehrere Hütten, die die frühmittelalterliche Stadt Wollin nachstellen. Alle Hütten, wie auch das Tor mit Wehrwallen und einer Palisade – wurden nach einer alten Methode und unter Einsatz der zu damaligen Zeiten eingesetzten Baustoffen und Werkzeugen aufgebaut. Die Innenräume wiederspiegeln genau die Ausstattung slawischer Häuser.

Alle Hütten kann man besichtigen. Man kann sich auf ein urslawisches Bett setzen oder an einem Tisch Platz nehemen, auf dem wie vor Jahrhunderten gefertigte Gefäße stehen. In den Hütten trifft man Vertreter verschiedener Berufe, die in historischen Trachten gekleidet sind. Man kann beobachten, wie die slawischen Seiler Seile flochten, die Münzer Münzen schlugen, wie die Frauen webten und das Gemahl zubereiteten. Es wird gezeigt, wie es geräuchert wurde, wie Töpfe, Schmuck, Schuhe oder Waffe entstanden.

Man kann sich selbst ein Seil flechten oder eigenhändig einen Denar von Mieszko I. schlagen. Für Abenteuerlustige warten Bögen, Speeren, Schwerte und selbstverständlich die Kampfkleidung. Wer prüfen will, ob er Kriegerblut hat, sollte zuerst einen Ritterhelm und ein Kettenhemd anziehen.

Die Kinder können auf dem gleichen Spielplatz spielen, wie die kleinen Slawen vor Jahrhunderten auch spielten. Sie können Schilde und Schwerte aus Holz benutzen und sich wie die kleinen Wikinger im Kampf üben.

Vorführung und Lehre des alten Handwerks

Im frühen Mittelalter wurde alles, angefangen mit den kleinsten Gegenständen des täglichen Gebrauchs wie ein Nähnagel bis hin zum Bau von Häusern, von Hand mithilfe einfacher Werkzeuge gemacht. Trotz des gut entwickelten Handels mit Handwerkererzeugnissen wurden die meisten Objekte des täglichen Gebrauchs eigenhändig gemacht.

Im Zentrum der Slawen und Wikinger kann man nicht nur die Handwerker in historischer Kleidung bei ihrer Arbeit beobachten, aber auch sich selbst zu prüfen und dadurch auch praktisch das Leben und die Arbeit unserer Vorfahrten vor einem Jahrtausend kennenlernen. Die nachegestellten Häuser wurden anhand der archäologischen Erfindungen um Wollin aufgebaut.

Das Gieß- und Juwelierhandwerk

Im frühen Mittelalter wurde vor allem das Wachsausschmelzverfahren verwendet. Aus Bienenwachs wurde ein Modell gemacht, dann wurde es mit einem Eingusskanal versehen und das Ganze mit Ton ummantelt. Es entstand eine Gießform. Sie wurde getrocknet und gebrannt, bis der Wachs ausschmolz. In der zweiten Phase des Prozesses wurde das Metall (Bronze oder Silber) in einem speziellen Ofen geschmolzen und dann in eine Tonform eingegossen.

An den archäologischen Stätten werden sowohl Schmuck als auch Gießformen entdeckt. Eine weitere Methode zur Herstellung von Schmuck aus Silber war die so genannte Granulation. Auf eine Oberfläche aus Metall wurden kleine Silberkügelchen gelegt und dann auf den Untergrund aufgelötet, so dass eine kunstvolle Dekoration entstand. Mit diesen Verfahren wurden unter anderem Spangen, Schnallen und Gurtbeschläge sowie Ringe, Armbänder, Anhänger, Perlen usw. hergestellt.

Segeln, Navigation und Wikingerschiffe

Ein langer Schiff mit einem rechteckigen Segel ist das markante Wahrzeichen der Wikingerzeit. Er wird im Bewusstsein durch Entdeckungen von heerlichen Kriegsboten (Drakkars) in Norwegen, Dänemark und Deutschland eingeprägt. Als Segler waren auch die Slawen tätig und Wollin war im frühen Mittelalter einer der wichtigsten Häfen. Die Archäologen fanden hier acht Schiffswracks aus dieser Zeit und viele Überreste auf.

Im Mittelalter gelangten tapfere Seeleute über Flüsse in so abgelegene Orte wie Konstantinopel und über Meere und Ozeane nach Amerika. Im frühen Mittelalter lag Wollin am Schnittpunkt nordeuropäischer Handelswege und war einer der größten Hafen der Ostsee. Die Meerenge „Dievenow” war viel breiter und tiefer zu damaligen Zeiten so, das Langboote mit großen Segeln dadurch fahren konnten. Die Chroniken besagen vor 1000 Jahren, dass in Wollin sogar 300 Boote anlegen konnten.

Im Zentrum der Slawen und Wikinger auf der Insel Ostrow bei Wollin kann man den „Joms Adler”, die Replik des slawischen Schiffes aus dem 12. Jahrhundert bewundern, das in Kazimierz Pomorski (25 km von Wollin) gefunden wurde. Es ist 12 Meter lang und wurde aus Eichenholz gemacht. Das Original diente wahrscheinlich als Handelsboot.

Die altertümliche Küche

Basierend auf archäologischen Funden wie Pflanzensamen, Tierknochen oder Fischschuppen kann man ein Verzeichnis der im frühen Mittelalter bekannten Lebensmittel erstellen. In Wollin wurden Samen von Gemüse: Bohnen, Saubohnen, Kürbis, Dill, Karotte; Getreide: Weizen, Roggen, Hafer; Obst: Weintrauben, Pfirsich, Pflaume, Birne; Tierknochen: Schwein, Kuh, Pferd, Ziege; Fischschuppen und Knochenscheiben eines 200 Kilogramm schweren Störs gefunden.

Um eine Räucherei aufzubauen, braucht man ein wenig Weidenruten und Lehm. Man stellt eine Konstruktion aus Weidenruten auf, beklebt sie mit Lehm und die Räucherei ist fertig. Jetzt braucht man nur frischen Fisch oder ein Fleischstück in Blättern, beispielsweise von Meerrettich, gewickelt und mit Lehm beklebt. So zubereitete Speise wird im starken Feuer vergraben und eine knappe Stunde gebraten. Auch Fladenbrot kann man einfach zubereiten und es auf einem Backblech über dem Feuer braten.

Das Festival der Slawen und Wikinger

Während des dreitägigen Festivals wird die Stadt Wollin wieder zum mittelalterlichen Handelshafen aus der Zeit ihrer Herrlichkeit, in der Segler aus aller Welt hier anlegten und die besten Handwerker ihre kunstvollen Erzeugnisse vorzeigten. Die normalerweise ruhige und sichere Siedlung wird manchmal zum Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen den Wikingern und Slawen.

Die Idee dieses einzigartigen Festivals knüpft an die skandinavische Sage über die Wehrstadt der Krieger „Jómsvikingasaga”. Meistens findet das Festival am ersten Augustwochenende statt. Das erste Festival der Slawen und Wikinger in Wollin wurde 1993 organisiert. Nach einer zweijährigen Pause wurde es 1996 wieder veranstaltet und seit dieser Zeit findet es kontinuierlich statt. In dieser Zeit wurde die Veranstaltung zu einer weltbekannten Marke. Neben Kriegern und Handwerkern aus Polen kommen jedes Jahr auch Nachstellergruppen und Liebhaber der Kultur der Slawen und Wikinger aus ganz Europa und sogar aus so weit entfernten Orten wie Australien nach Wollin. Diese internationale Gesellschaft schlägt in der Nähe des Dorfes ihren Lager auf und lebt dort mehrere Tage so, wie vor 1000 Jahren.

Das Festival wird von einer Reihe anderer Attraktionen begleitet. Zu bestimmten Zeiten finden Inszenierungen statt, die an die Bräuche der alten Völker anknüpfen. Man kann u.a. sehen, wie die slawische Vermählung oder das Gerichtsverfahren aussahen, wie früher eine Beerdigung verlief. Man kann wahrsagerische Praktiken der Stämme, Feuer- oder Opferrituale kennenlernen, man kann erfahren, wie der Sklavenmarkt aussah, wie man im Mittelalter feierte und spielte.

Es findet auch eine spannende Inszenierung einer Meeresschlacht und der Kämpfe der Stämme auf dem Festland statt. Während des Festivals gibt es verschiedene Wettbewerbe, Spiele für alle, unabhängig von ihrem Alter. All das findet bei einzigartiger Musik statt, für welche die historische Musik spielende Bands sorgen.

Die gelebte Geschichte im Unterricht

Im Zentrum der Slawen und Wikinger werden auch Workshops in alten Handwerken sowohl für Kinder, Jugendliche als auch für Erwachsene organisiert. Umgeben von nachgestellten frühmittelalterlichen Bauten können Teilnehmer des „gelebten Geschichtsunterrichts” Gefäße aus Lehm kneten, Filz bearbeiten, mit Gänsefedern schreiben, Bogenschießen usw. Sie lernen auch die in damaligen Zeiten geltenden Kampfgrundsätze und können Fladenbrot mit Honig, Marmelade oder Quark probieren, das auf dem Backblech gebacken wurde. Vom Schmalzbrot und Kräutertee ganz zu schweigen.

Auf alle Teilnehmer wartet auch der „historische” Spielplatz mit verschiedenen Spielen und Unterhaltungsmöglichkeiten. Die Festivalgäste haben die Gelegenheit, nicht nur Interessantes über das alte Wollin und das Mittelalter zu lernen, sondern auch durch aktive Teilnahme an den Workshops praktisch zu erfahren, wie das Alltag vor 1000 Jahren aussehen konnte.

Diejenigen, die das Zentrum der Slawen und Wikinger aufbauten, erstellten ein Programm, durch das man die Möglichkeit hat, zu sehen, wie das Leben der Wolliner Einwohner vor 1000 Jahren aussah. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich diese Form des Geschichtsunterrichts großer Beliebtheit bei allen Altersgruppen erfreut.

Zentrum der Slawen und Wikinger bietet folgende Vorführungen und Werkstätte von alten Handwerken:

a) Münzenschlagen,
b) Holzschnitzerei,
c) Horn- und Knochenschnitzerei,
d) Lederverarbeitung,
e) Weberei,
f) Kornmahlen,
g) Juvelierhandwerk,
h) Braten von Fladenbrot,
i) Korbflechten,
j) Töpferei,
k) Fertigung von Pergament,
l) Vorführungen der Waffen und Kämpfe,
ł) Bogenschießen,
m) Rundfahrten mit einer Replik des mittelalterlichen Boots.

Das Zentrum hat auch plebejische Spiele für Kinder und Erwachsene vorbereitet:

a) Schwertangriff auf einen Kohlkopf,
b) Runische Schriftlehre,
c) Kampf auf einem Schwebebalken,
d) Wildschweinhaut-Ziehen,
e) Anprobieren der altertümlichen Kleidung und Ausrüstung,
f) Kampfunterricht mit Schwert, Axt und Speer,
g) Ringenwerfen,
h) Hirtenhornspiel.

Das Freilichtmuseum ist vom April bis Oktober geöffnet.

April bis Juni: 10.00 – 16.00
Juli bis August: 10.00 – 18.00
September bis Oktober: 10.00 – 16.00

Weitere Informationen und Preise für Dienstleistungen finden Sie auf der Website oder erhalten Sie per Telefon:

Verein Das Zentrum der Slawen und Wikinger Wollin Jomsborg Vineta

Graniczna Straße 2
72-510 Wolin
tel. +48 91 326 07 41
fax. +48 91 326 07 41
e-mail: stowarzyszenie@jomsborg-vineta.com
www.jomsborg-vineta.com 

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Zadanie współfinansowane ze środków Unii Europejskiej ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Regionalnego Programu Operacyjnego Województwa Zachodniopomorskiego na lata 2007-2013.

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