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Leuchttürme

Der nördliche Teil der Woiwodschaft Westpommern ist eine der attraktivsten touristischen Regionen in Polen. Sandstrände, Dünen, Küstenseen, Kliffufer, Badeorte, einzigartige Denkmäler sind die Vorzüge dieses Landes. Eine mehr als tausendjährige Geschichte dieser Gebiete erhöht sicherlich seine Attraktivität.

Jahrzehnte lang richteten sich die Kapitäne, die westpommerschen Häfen erreichen wollten, nach den sieben Leuchttürmen in der Umgebung. Heute sind sie nicht nur für die Seefahrt von Nutzen. Als Baudenkmäler gelten sie als Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte.

Auf der Leuchtturmroutein Westpommern befinden sich folgende Stellen:

a) Świnoujście (Swinemünde)

Turmhöhe: 64,8 m
Reichweite des Lichts: 46,4 km 
Leuchtperiode: alle 5 s

Lage:
53° 54′ 57.6 ” N
14° 17′ 03.0 ” E

Der Leuchtturm in Świnoujście steht an der Mündung der Swine in die Ostsee. Es ist die höchste Seewarte an der Ostsee und eine der höchsten in der Welt. Sie wurde 1857 errichtet und ist bis heute unverändert erhalten geblieben, und das nur dank dem Ungehorsam des ehemaligen deutschen Leuchtturmwärters, der seinen Befehl, den Turm beim Rückzug der deutschen Truppen aus Swinemünde in die Luft zu sprengen, nicht ausführte.

Im Jahre 1805 wurde am Kopf des Ostpackwerkes aus Brettern und Spiegeln der erste Leuchtturm gebaut. Allerdings war es kein festes Gebäude und 1828 wurde an dieser Stelle eine Stahlleuchtbacke errichtet. Dieser Leuchtturm entsprach den damaligen Anforderungen der Navigation. Er war 40 Fuß (ca. 12,6 m) hoch. Im Jahr 1984 wurde mit dem Bau der bis heute tätigen Anlage begonnen.

Am 1. Dezember 1857 wurde zum ersten Mal auf dem Swinemünder Leuchtturm das Feuer gezündet. Das weiße Licht wurde durch Rapsöl gespeiste Dochte erzeugt und war von 24 Seemeilen sichtbar.  In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhundert wurde der Leuchtturm auf elektrisches Licht umgestellt. Im frühen zwanzigsten Jahrhundert, in den Jahren 1902-1903, begann eine gründliche Renovierung des Leuchtturmes. Aus ursprünglich achteckigen wurde damals ein runder Turm.

Während der Luftangriffe der Alliierten im Jahr 1945 verursachten die auf den Hafen fallende Bomben, dass in der Turmmauer Rissen entstanden.  Die Beschädigungen wurden 1959 repariert, indem das Mauerwerk durch Zementspritzen verstärkt wurde. In den Jahren 1996-2000 wurde der Leuchtturm restauriert und am 5. August 2000 für die Besucher geöffnet.

Der Leuchtturm in Świnoujście ist für die Besucher jeden Tag von 10,00 bis 18,00 zugänglich.
Der Leuchtturm beherbergt eine Meeresausstellung.

Bunkrowa Straße 1
72-601 Świnoujście
tel. +48 91 321 60 63

b) Kikut

Turmhöhe: 18,2 m
Reichweite des Lichts: 29,6 km
Leuchtperiode: alle 10 s

Lage:
53° 58′ 59 ‚ N
14° 34’ 56 ” E

Das Leuchtturm befindet sich im Gebiet des Nationalparks Wollin, auf einem hohen Kliff, ca. 300 m von der Uferlinie entfernt. Er wurde auf der Basis eines Orientierungs- und Aussichtsturms errichtet.

Er entstand in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Am Ende der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde beschlossen, das optische System von Navigationshilfen zu erweitern. Nach dem Umbau wurde der Leuchtturm am 15. Januar 1962 wieder ins Betrieb gesetzt. Bis zu 10,2 m Höhe ist das Mauerwerk aus bearbeiteten Feldsteinen gebaut. Eine Erhöhung aus Backsteinen ist 2,6 m hoch.

Das ganze Turm ist somit insgesamt 12,8 m hoch, aufgrund seiner Lage auf einem sehr hohen Kliffufer ist er aber im Bezug auf die Höhe der Leuchte unter den Leuchttürmen der Westküste am höchsten.

Die gesamte Anlage ist völlig automatisiert, ohne ständige Bedienung vor Ort. Daher kann der Leuchtturm nicht besichtigt werden.

Touristen, die sich den Leuchtturm aus der nächster Nähe sehen möchten, können einen ca. 5 km langen Spaziergang vom Dorf Wisełka in Richtung Strand machen. Der Weg ist mit roten Zeichen markiert. Aufgrund der schlechten Beschilderung der Route ist es zu bedenken, dass man an der Wegkreuzung rechts abbiegen muss.

c) Niechorze

Turmhöhe: 45 m
Reichweite des Lichts: 37 km
Leuchtperiode: alle 10 s

Lage:
54° 05′ 47 ” N
15° 03′ 57 ” E

Westlich von Niechorze, auf einem 21 m hohen, dicht bewaldeten Kliffufer steht ein Leuchtturm in charakteristischer Form eines Achtecks mit anliegenden zweistöckigen Wohnanbauten.

Der Leuchtturm in Niechorze ist ab ab dem 1. Dezember 1866 in Betrieb. Zu einer Höhe von 13 m ist das Bauwerk viereckig und darüber achteckig. Im Innern wurde eine Wendeltreppe mit mehr als 200 Stufen errichtet. Der Turm ist mit einem Gesims und einer Aussichtsterrasse gekrönt. Die Gesamthöhe des Objekts beträgt 45 Meter. Auf beiden Seiten des Turms sind anliegende kleine Wohnhäuser für Leuchtturmwärter.

Im Jahre 1945 zerstörte ein Artilleriegeschoss den Turm und optischen Geräte in seinem Inneren. Die abziehenden Deutschen haben im Leuchtturm acht Minen gelegt, es gelang aber, sie zu entwaffnen. In den Jahren 1999-2000 wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten des Gebäudekomplexes in Niechorze ausgeführt und das Ganze gewann einen neuen Glanz.  Im Jahr 2008 wurden Reparaturen an der Aussichtsplattform und an der Laterne ausgeführt.

Der Leuchtturm in Niechorze ist für die Besucher jeden Tag von 10.00 bis 18.00 zugänglich.

d) Kołobrzeg

Turmhöhe: 26 m
Reichweite des Lichts: 29,6 km
Leuchtperiode: alle 3 s

Lage:
54° 11′ 17 ” N
15° 33′ 22 ” E

Der Leuchtturm in Kołobrzeg befindet sich am Fusse des Wellenbrechers, der den Eingang in den Hafen schützt. Es erstreckt sich von hier ein Blick auf den Hafen, das Meer und den Kurpark. Der erste Leuchtturm in Kołobrzeg wurde im Jahr 1666 an einem Turm der neu gebauten Gebäude des Hafenverwaltung ins Betrieb genommen. Das Feuer brannte aber nur, wenn man mit dem Schiffsverkehr gerechnet hat.  Das Gebäude der Hafenverwaltung wurde jedoch im Jahr 1709 als Folge der schweren Stürmen zerstört. An seiner Stelle entstand eine Schanze.  Die Jahren 1770-1774 sind die Bauzeit eines runden Forts an der Stelle der Schanze.  Nach dem deutsch-französischen Krieg, als die Festung Kolberg entmilitarisiert wurde, begann man mit dem Bau einer Pilotenstation mit einem neuen Leuchtturm.

Im Jahre 1909 wurde das Fachwerkgebäude durch ein Ziegelmauerwerk ersetzt. In diesem Zustand überstand das Leuchtturm bis zum 12. oder 13. März 1945, als er von deutschen Spezialeinheiten in Luft gejagt wurde, da er einen günstigen Beobachtungspunkt für die Artillerie der polnischen Armee darstellte.

Unmittelbar nach dem Kriegsende begann man mit dem Bau eines neuen Turms. Er wurde aber nicht, wie ursprunglich, vor dem Fort, sondern auf der Hauptplattform des alten Forts errichtet.

Der Leuchtturm in Kołobrzeg ist für die Besucher jeden Tag von 10.00 bis 18.00 zugänglich.

e) Gąski

Turmhöhe: 49,8 m
Reichweite des Lichts: 43,5 km
Leuchtperiode: alle 15 s

Lage:
54° 14′ 34 ” N
15° 52′ 22 ” E

Der runde Leuchtturm aus rotem Backstein ragt über den Wald auf einem flachen Meeresufer empor. Die Baustoffe wurden über das Meer geliefert und über einen extra zu diesem Zweck erbauten Steg, der senkrecht ins Meer ging, verladen. Das Licht wurde 1878 angezündet und es leuchtet bis heute ununterbrochen.

Der Leuchtturm wurde in den Jahren 1876-1878 gebaut. Er ist 112 Meter von der Küste entfernt. Bis zu seiner Spitze führt eine Wendeltreppe mit 226 Stufen. Die Höhe des Leuchtturms ist 51,2 Meter. Im Jahr 1933 treten auf der westlichen Seite des Mauerwerks Risse auf, die mit Füllungen gesichert wurden. Während des Krieges wurde das Gebäude nicht beschädigt.

Der Leuchtturm mit einem Wohnhaus und Wirtschaftsgebäuden ist von einer Ziegelmauer umgeben. Um den Leuchtturm herum werden Souvenirs verkauft. Es gibt auch Imbissbuden, die mit einem Parkplatz eine gute Gelegenheit zur Erholung auf dem nahe gelegenen Strand bieten.

Der Leuchtturm in Gąski ist für die Besucher jeden Tag von 10.00 bis 18.00 zugänglich.

f) Darłowo / Darłówko

Turmhöhe: 21 m
Reichweite des Lichts: 27,8 km
Leuchtperiode: alle 15 s

Lage:
54° 26′ 31 ” N
16° 22′ 51 ” E

Der Leuchtturm in Darłowo steht am Fuße des östlichen Wellenbrechers, der den Eingang in den Hafen schützt. Während der häufig in diesem Gebiet auftretenden Stürme ist er starken Wellen ausgesetzt. Im Jahr 1885 wurde am Fuße des östlichen Wellenbrechers eine Pilotenstation aus rotem Backstein gebaut. Das Gebäude war von Süden mit einem Turm versehen. Im Jahr 1927 wurde ein Stockwerk dazu gebaut, und daüber eine Laterne errichtet.

Derzeit ist der Leuchtturm 22 Meter hoch. Die Lage des Leuchturms macht ihn ungünstigen Witterungsbedingungen ausgesetzt. Während eines Sturms wird manchmal fast das ganze Gebäude mit Meereswasser begossen, und im Winter kommt es vor, dass die Nordseite mit einer Eisschicht übergezogen ist. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, die Nordmauer zu verstärken.

Trotz seiner Dicke, ist das Mauerwerk stark angefeuchtet und eingesalzt. Daher ist die Anlage nicht der Öffentlichkeit zugänglich.

g) Jarosławiec

Turmhöhe: 33,3 m
Reichweite des Lichts: 42,6 km
Leuchtperiode: alle 9 s

Lage:
54° 32′ 30 ” N
16° 32′ 41 ” E

Das Leuchtturm in Jarosławiec ist in Betrieb seit 1838. Er leuchtete unterbrochen mehr als 100 Jahre lang, bis zum Zweiten Weltkrieg, während dessen er weitgehend beschädigt wurde. Erst ein Jahr nach dem Krieg konnte er wieder in Betrieb genommen werden.

Im Herbst 1828 begann der Bau eines Leuchtturms ungefähr 400 Meter vom Ufer. Als 1830 die Bauarbeiten am Leuchtturm abgeschlossen wurden, stellte sich heraus, dass sein Gebäude zu niedrig und von Bäumen verhüllt ist. Erst nach fünf Jahren entschloss man sich im bestehenden Gebäude Wohnungen für Leuchtturmwärter zu errichten und einen runden Backsteinturm anzubauen, der heute als Leuchtturm dient. Die Gesamthöhe des Leuchtturms betragt 33,3 Meter.

Der Leuchtturm in Jarosławiec ist für die Besucher jeden Tag von 10.00 bis 18.00 zugänglich.

Weitere Informationen und Preise für Dienstleistungen finden Sie auf der Website oder erhalten Sie per Telefon:

Verein der Leuchtturmliebhaber

Batorego Platz 4
70-207 Szczecin
tel. +48 91 440 32 29
e-mail: prezes@latarnie.com.pl
www.latarnie.com.pl

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Zadanie współfinansowane ze środków Unii Europejskiej ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Regionalnego Programu Operacyjnego Województwa Zachodniopomorskiego na lata 2007-2013.

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