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Insel Wollin

Die Insel Wollin ist die größte von etwa 40 polnischen Inseln, die an der Mündung der Oder zur Ostsee liegen. Die Insel ist ein Riesendreieck von 265 km2. Am Norden grenzt sie an die Ostsee (Pommersche Bucht), am Süden an Stettiner Haff, am Westen wird sie von der Swinemündung, und am Osten von der Dziwna begrenzt. Geologisch ist die Insel sehr jung. Sie nahm ihr Gestalt grundsätzliches vor etwa 12 tausend Jahren, als sich der skandinavische Eisschild aus dem heutigen nördlichen Gebiet von Pommern und dem südlichen Ostseeraum züruckzog.

Ein charakteristisches Merkmal der Endmoränenhügel der Insel Wollin ist ihr sanfter Abstieg nach Osten und Südosten (in Richtung der Dziwna). An Seeufern und südostlich sind dagegen die Hügel kliffartig steif ausgebildet. Durch die zerstörerische Wirkung der Wellen, die das steife Ufer unterspülen, des fließenden Regenwassers und des Winds kommt es ständig zum Erdrutschen. Es wurde berechnet, dass sich das Meeresufer durchschnittlich 80 Zentimeter pro Jahr zurückzieht.

An anderen Orten dagegen, auf einem flachen Meeresufer, wird die Ablagerung von Gestein beobachtet und bildet sich dort das sogenannte Rückwärts-Delta. Es entsteht aus Sand und Schlick, welcher über das Bett der Swine mit Wasser der Pommerschen Bucht ins Stettiner Haff hineinfliesst und dort, wo der ins Meer gehende Wasserstrom schwächer wird, Ablagerungen bildet. Zu den Moränenformen gehören auch Findlinge. Der größte von ihnen ist der „Stein von Mieszko I.,” er liegt in der Nähe der Forsterei in Warnowo (Umfang 8 m, Höhe 0,4 m).

Die geologische Struktur der Insel Wollin und daher die Geländeformen und die ganze geographische Umwelt sind stärker diversifiziert. Auf diesem relativ kleinen Gebiet sind nämlich neun Mikroregionen, die sich durch eigenartige Landschaftsmerkmale (Endmoränen, Ebenen der Grundmoräne, Dünenfelder, Torfebenen, Seen) kennzeichnen.

Der höchste Teil der Insel, der sich vom Südwesten am Stettiner Haff bis zum Nordosten an der Ostsee erstreckt, ist Pasmo Wolińskie, im ganzen mit Laubwälder (Buche, Eiche) mit einer Beimischung von Kiefern bewachsen. Die höchsten Hügel hier sind Grzywacz (115 m über dem Meeresspiegel), nordöstlich von Misdroy und Gostyń (95 m über dem Meeresspiegel) – die höchste Erhebung unmittelbar am Meer.

Pflanzenwelt

Die Vegetation der Insel Wollin ist reich und vielfältig. Im riesigen Komplex der Wälder des Nationalparks Wollin sind von der naturkundlichen Sicht die für Pommern charakteristischen Buchenwälder, am schönsten und am interessantesten. Sie bilden die Pflanzengemeinschaft des Pommerschen Buchenwaldes und Mischwälder aus Buchen, Eichen und Kiefern. Charakteristisch für den Buchenwald in Küstenregionen ist das Vorkommen von zahlreichen Orchideenarten in seinem Unterholz. Orchideen sind bereits selten in unseren Wäldern, deshalb stehen fast alle Orchideen-Arten unter Naturschutz.

Auf den Dünen am Strand wachsen vor allem Grasbüschel, Salzpflanzen, Strangdroggen, die die Dünen stabilisieren. Die prächtigste und schönste Dünenpflanze ist aber zweifellos die naturgeschützte Stranddistel. Die Kliffufer sind meist mit Sanddorn, einem ziemlich großen Strauch mit kleinen orangen Früchten, bewachsen.

Tierwelt

Die Tierwelt auf der Insel Wollin ist ebenso reich und vielfältig.  Von der Vielfalt der Käfer ist der Hirschkäfer, der auffälligste der heimischen Käfer, bis zu 8 cm lang, erwähnenswert. Sehr reich ist die Welt der Vögel auf der Insel Wollin. Hier leben 200 Vogelarten, davon mehr als 100 sind Brutarten. Die Ufer des Stettiner Haffs sind ein beliebtes Jagdrevier für Seeadler. Die Seeadler sind auf polnischem Gebiet äußerst selten.

Im Jahr 1976 wurde die Fauna des Nationalparks Wollin durch Wisenten bereichert, die hier im Schutzgehege gehalten werden. Vor einigen hundert Jahren gab es auf der Insel Wollin freilebende Wisente. Im Garten neben dem Museum des Nationalparks Wollin kann man lebende Seeadler und Uhus bewundern.

Sehenswertes auf der Insel Wollin:

a) Naturmuseum des Nationalparks Wollin – Die Ausstellung präsentiert in einem modernen Kunstrahmen das Reichtum der Wolliner Natur. Sehr zu empfehlen sind: die größte polnische Sammlung von Kampfläufern, Exemplare von Seeadlern, Bernsteinsammlungen mit einer Replik des Rekordsteins von mehr als 9 kg und vielen anderen Bernsteinen. Neben dem Museum sind Volieren mit lebenden Seeadlern und Uhus.

Naturmuseums des Nationalparks Wollin

Niepodległości Straße 3
72-500 Międzyzdroje
tel. +48 91 328 07 37 oder +48 91 328 07 27
e-mail: wolinskipn@wolinpn.pl
www.wolinpn.pl

b) Schaugehege für Wisente – 1976 als touristische und Bildungseinrichtung des Nationalparks für die Erhaltungszucht der größten europäischen Säugetiere gegründet. Neben Wisenten leben hier Rothirsche, Rehe, Wildschweine, Seeadler. Das Gehege ist ca. 1,5 km inmitten des Waldes gelegen. Jedes Jahr wird es von über 130 Tausend Menschen besucht.

 

c) Die Promenade der Sterne in Międzyzdroje – eine ungewöhnliche Allee, wo Handabdrücke und Autogramme der Künstler festgehalten werden. Sie verewigt die großen Persönlichkeiten des Kinos, Films und Fernsehens.

 

 

 

d) Das Wachsfigurenkabinett in Międzyzdroje – die Ausstellung präsentiert lebensgroße Figuren der berühmten Persönlichkeiten des Kinos, der Kunst und der Weltpolitik. Es befindet sich in der Nähe des Kulturhauses.

e) Kawcza Góra (Kaffee-Berg, 61 m über dem Meeresspiegel) – Aussichtspunkt auf die Pommersche Bucht, den Strand in Misdroy und die Ufer der Insel Usedom.

f) Türkissee – in Wapnica an der Stelle des ehemaligen Kalkbergwerks entstand ein See mit einer ungewöhnlichen Wasserfarbe.

g) Gosań (Gosan-Berg, 95 m über dem Meeresspiegel) – die höchste Erhebung in Polen direkt am Meer.

h) Testgelände für die Waffe V 3 in Zalesie – die einzige in Polen Ausstellung der deutschen Waffe V 3 aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Ausstellung befindet sich in einem Munitionsbunker. In der Nähe des Bunkers gibt es noch gut sichtbare Teile der Abschusssysteme.

i) Das Golfeld Amber Baltic in Kołczewo.

rpo

Zadanie współfinansowane ze środków Unii Europejskiej ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Regionalnego Programu Operacyjnego Województwa Zachodniopomorskiego na lata 2007-2013.

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