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Madüsee

Der Madüsee liegt in Westpommern auf der Ebene Równina Pyrzycko-Stargardzka. Der Madüsee ist der größte Süßwasser-Reservoir in der Woiwodschaft Westpommern. Mit 35 km2 ist der Madüsee der fünfgrößte See in Polen und der zweitgrößte in der Woiwodschaft. Mit den umliegenden Sümpfen und Ebenen ist er ein besonderer Ort, der seit Anbeginn der Geschichte die Menschen mit seinem Reiz und seiner Naturreichtum anlockte.

Im Madüsee kommen folgende Fischarten vor: Zwergmarane, Hecht, Barsch, Aal, Aland, Karpfen, Brassen, Schleie, Quappe, Rotauge, Zander und Brassen sowie zwei Krebsarten und Wasservögel wie z. B.: Bartmeise. Die wertvollste Fischart, die nur in diesem See lebte, war die Madüsee-Maräne.

Der Madüseeist 15 700 m lang und 1,5 bis 3 km breit. Die Tiefe des Sees ist beeindruckend, denn sie erreicht 48,3 m. Die Länge der Uferlinie beträgt 28,8 km und die Fläche 3527 ha.

Die Freizeit-Angebote konzentrieren sich vor allem am nördlichen Rand des Sees, wo die Ufer flach und von Parkbäumen abgeschirmt. Hier liegen Dörfer Zieleniewo und Morzyczyn. Die beiden wurden von Marschall der Woiwodschaft Westpommern und von Präsidenten der Regionalen Touristischen Organisation mit einem Zertifikat „Touristisches Dorf in Westpommern” ausgezeichnet.

Die beiden Dörfer liegen in der Gemeinde Kobylanka (Kublank). Seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts ist dieses Dorf für die Bewohner von Stargard, Stettin und von der Gemeinde Kublank ein beliebter Ferienort. Die größte touristische Attraktion von Morzyczyn/Zieleniewo ist eine Promenade, „Lehrpfad des Madüsees” mit einem Freilichttheater am See. Dieser 2-km-langes Freizeit-Komplex ist heute das größte touristische Projekt dieser Art in der gesamten Woiwodschaft. Die Anlage besteht aus: neun Stegen, einschließlich einer Mole von 150 m, Aussichtspunkten, Bänken, einem „Tränkenbecken”, Spaziergassen im „Naturpark”, einem Skatepark, einem Spielplatz für Kinder, einem Basketballplatz, Tennistischen und vor allem einem ungewöhnlichen Freilichttheater, dessen Bühne aus dem Wasser des Madüsee „auftaucht”. Die gesamte Promenade ist für Menschen mit Behinderungen zugänglich.

In Morzyczyn/Zieleniewo gibt es auch vier Marinas, einen Hafen, Verleihstellen für Wassersportgeräte, 20 Ferienhäuser, einen Campingplatz und 6 Ferienhöfe. Anzahl der Besucher schwankt um 200 Tausend Menschen pro Jahr. Es ist ein echtes Paradies für Angler. Ein wunderbarer Ort für Liebhaber der aktiven Erholung, die hier eine Menge Attraktionen finden.

Bis zum dreizehnten Jahrhunderts war die Oberfläche des Sees viel kleiner als heute. Die Zisterzienser aus Kolbatz erhöhten künstlich den Wasserspiegel um ca. 2 m, indem sie den Madüsee aufstauten. Das Seewasser gelang ausgiebig in die Umgebung und auf den so erhaltenen Untiefen legten Mönche riesige Polder mit Fischzüchtung an. Wenn man also vom Ufer ins Wasser geht, ist es lange seicht. Erst viel weiter stürzt der Boden plötzlich in eine beträchtliche Tiefe. Das seichte Wasser und der harte Boden schaffen gute Bedingungen für Baden und Wassersport.

Der See ist von besonderer Bedeutung nicht nur wegen der Landschaft und des Tourismus. Seit 1976 ist er eine Quelle von Trinkwasser für Szczecin. Die Stadt erhält täglichen ca. 100 Tausend m³ Wasser.

Am Westen bis zum Dorf Bielkowo, grenzen die Wälder von Puszcza Goleniowska mit dem Madüsee. Der östliche Seeteil hat steile oder schlammige mit Schilf bewachsene Ufer, die sich für die Freizeitaktivitäten weniger eignen. Hier sind zahlreiche Wasservögel zu Hause. Am See gibt es viele Freizeitzentren mit Verleih der Wassersportgeräte sowie Freibäder Wierzchląd, Koszewko und Koszewo in der Gemeinde Stargard, Wierzbno und Turze in der Gemeinde Pyrzyce (Pyritz), Żelewo in der Gemeinde Stare Czarnowo (Neumark), Kunowo, Jęczydół, Morzyczyn und Zieleniewo in der Gemeinde Kobylanka (Kublank).