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Zur Sonne

Der Hauptfriedhof „Zur Sonne” in Szczecin ist der größte Friedhof in Polen, der drittgrößte in Europa und einer der größten in der Welt. Er wurde in den Jahren 1899-1900 angelegt. Seine Fläche beträgt 167,8 ha und auf seinem Gelände wurden bereits mehr als 300.000 Verstorbenen beigesetzt.

Die Anlage mit einem monumentalen Tor und einer neoromanischen Kapelle wurde von dem Architekt Wilhelm Meyer-Schwartau entworfen. Die Stadt kaufte das Gelände zwischen der Berlinerstraße (jetzt Mieszka I-Straße) und der Passewalker Chaussee (jetzt Ku Słońcu-Straße). Zunächst umfasste der Friedhof 64 ha, nach einer Erweiterung im Jahr 1919 – 153 ha. Im Februar 1900 wurde mit der Errichtung von Gehwegen und der Gestaltung des Friedhofs begonnen. Am 6. Dezember 1901 wurde der Friedhof offiziell eröffnet.

Von Anfang an wurde für die künstlerische Form der Grabsteine gesorgt. Die Verstorbenen wurden auf einem freien Grabfeld, im östlichen Teil des Friedhofs begraben – jetzt Grabfeld der Stettiner Pioniere. In dieser Zeit wurde der Name „Hauptfriedhof” verbreitet. An den Hauptfriedhof wurde der Soldatenfriedhof am zweiten Tor angeschloßen. Im Jahr 1967 wurden die Kriegsgrabfelder gründlich erneuert und es entstand ein monumentales Denkmal für die Kriegsopfer. Im Jahr 1994 wurde an den Gräbern von Russen das ortodoxe Kreuz aufgestellt.

Der erste Direktor des Stettiner Friedhofs war Georg Hannig. Zu seiner Zeiten wurden die Grabmäler nach der Ordnung des Friedhofs „zensiert”, ihre Größen und Materialien, aus denen sie gefertigt werden durften, waren genau bestimmt. Man lässt keine polierte Marmore und Granite zu, bevorzugt waren Kalk-und Sandsteine. Diese Grundsätze wurden streng beachtet und es hat sich gelohnt, weil infolge dessen der Friedhof zum Stolz der Stadt wurde.

Auf dem Gebiet des Hauptfriedhofs „Zur Sonne” sind zwei touristischen Wege: Spazierweg (1 h) und Rundgangweg (1,5 h).

Auf dem Spazierweg durch den Hauptfriedhof befinden sich:

a) Grabmal des berühmten Metzgers, Wurstwarenhersteller, Otto Freybe,
b) Denkmal für die deutschen Soldaten des 357. Infanterie-Regiments,
c) Grabstätte mit Büsten der verstorbenen Joanna und Hermann Haken – Haken war Oberbürgermeister von Stettin, ihm verdanken wir unter anderem die Hakenterrasse (Wały Chrobrego), das System der Kreisverkehre, Stadtteile: Pomorzany (Pommernsdorf), Turzyn (Torney), Niebuszewo (Zabeldorf),
d) Ehrengräber von 104 berühmten Aktivisten, Seekapitänen, Professoren, Rektoren, Publizisten,
e) Grabmal von Wilhelm Meyer – Schwartau – dem Architekt, der außer des Friedhofs das Magistratgebäude (heute das Gebäude der Pommerschen Medizinischen Akademie) und das Gebäude der Allgemeinbildenden Oberschule Nr. 1 entwarf,
f) Friedhofskapelle aus den Jahren 1900-1902,
g) Gedenkstein „Zur Erinnerung an verstorbene Stettiner”,
h) Kriegsgräber – hier wurden 3379 polnischen und sowjetischen Soldaten beigesetzt, die im Kampf um die Befreiung von Stettin und seine Umgebung gefallen sind,
i) Denkmal für die Seeleute, die auf dem Meer blieben,
j) Katyn-Kreuz,
k) Denkmal für die Sibirien-Opfer,
l) Gedenktafel für diejenigen, die in Taiga, Sibirien, Arbeitslagern des Nordens, Steppen Kasachstans blieben,
ł) Grabmal der Familie von Hermann Kisssling.

Das Hauptfriedhof in Szczecin ist zugleich eine große Grünanlage. Die Gruppen von alten Bäumen, feuchte Bachtäler, kleine Teiche mit sumpfigen und verwachsenen Ufern bilden ein Mosaik von idealen Lebensräumen für verschiedene Vertreter der Fauna. Wilde Tiere auf dem Friedhof haben keine Angst vor Menschen. Auf dem Hauptfriedhof in Stettin sind folgende Tiere anzutreffen: Füchse, Marderhunde, Eichhörnchen, Dachse, Hasen, Igel, Wildschweine, Frosche, Fasane, Ringeltauben, Ringelnatter.

Kontakt:

Hauptfriedhof „Zur Sonne” in Szczecin (Kommunalbetrieb) in Szczecin

Ku Słońcu Straße 125a
71-080 Szczecin
tel. +48 91 / 48 56 866
fax. +48 91 / 48 48 055
e-mail: zmiany.danych.zuk@um.szczecin.pl
www.cmentarze.szczecin.pl

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Zadanie współfinansowane ze środków Unii Europejskiej ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Regionalnego Programu Operacyjnego Województwa Zachodniopomorskiego na lata 2007-2013.

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